FlickrRSS
Du bist hier: RoundFour · Explore. Dream. Discover.»Australien Blog,Tiere,Reisebericht,Natur»Gezähmte Tiere,Strand»Daintree Nationalpark - Der älteste Regenwald der Erde
Rinder beim Daintree Village, Daintree Nationalpark

Daintree Nationalpark - Der älteste Regenwald der Erde

Der Daintree Nationalpark liegt rund 100 km nördlich von Cairns und beherbergt den ältesten Regenwald der Erde. Dieser Regenwald ist aufgrund seiner einzigartigen Ansammlung von Pflanzen und Tieren, welche es sonst nirgends auf der Welt gibt, von größter wissenschaftlicher Bedeutung. So viel zur Beschreibung des Parks, wie man sie in jedem Informationsheft oder im Internet lesen kann. Nur was bringt einem das als Besucher? Und warum zum Teufel sind auf dem Titelbild des Beitrags vier Kühe bzw. Rinder abgebildet? Zählen diese auch zu den einzigartigen Tieren, welche hier leben? Das berühmte vom Aussterben bedrohte Daintree-Rind, oder wie? Nun ja, es ist eigentlich viel einfacher. Außer den Rindern haben wir im Park keine Tiere gesehen, und außerdem mögen wir Kühe (Auf unserer Farm haben wir 4 ½ Monate mit Kühen gearbeitet). Sind sie nicht drollig mit ihren enormen Ohren? Fast so lang wie der Kopf sind die. Lustig, oder? Jetzt lach schon! Hier nochmal in groß zum Draufklicken:

Ooooooooooh, wie goldig!

Das bedrohte Daintree-Rind und seine Entdeckung

Das Daintree-Rind gibt den Wissenschaftlern in Australien schon seit der Ankunft der ersten freien Siedler im Jahre 1793 Rätsel auf. 1788, als die ersten Sträflinge aus England auf ihre lange Reise an den für damalige Verhältnisse Arsch der Welt geschickt wurden, wusste man noch nicht, zu welcher unglaublichen Entdeckung es rund 100 Jahre später kommen sollte. Als die ersten Siedler damals ihre Rinder auf den Weiden rund um den natürlichen Hafen Port Jackson grasen ließen kam es immer wieder zu Zwischenfällen, die man sich nicht erklären konnte. Verängstigte Kühe gaben nur noch saure Milch, Bullen wollten ihren Harem nicht mehr begatten, ja sogar die cattle dogs (Arbeitshunde zum Zusammentreiben der Kühe) erschienen nicht mehr zur Arbeit. Lange war man sich unsicher, niemand wusste was hier vor sich geht, glaubte sogar an böse Geister, welche die Kühe verhexen und um ihren Verstand bringen.

Das Daintree-Rind, Artiodactyla Ohrus Longus

Einige Jahre später, 1799, zweifelte der Farmer John P. Haddlestone bei der allmonatlichen Zählung seiner Rinder an seinem Verstand. Schon dreimal hatte er sie alle gezählt, kam aber immer auf eine zu hohe Zahl. Es waren plötzlich drei Rinder dazugekommen. Er konnte sich dies nicht erklären und ließ schließlich noch seine Frau Berta und seine Söhne Fred und Harry zählen. Doch alle kamen zum selben Ergebnis. Na ja, bei über 1.000 Rindern kommt das schon mal vor, dachte er sich, und kümmerte sich nicht weiter darum. Einige Tage später jedoch, als sein stinkfauler Sohn Fred sich mal wieder vor der Arbeit drückte, erspähte dieser ein Rind mit zu langen Ohren. Mit viel zu langen Ohren. Er traute seinen Augen nicht und ging näher heran. Tatsächlich waren die Ohren des Rindes fast so lang wie sein Kopf. “Verhext, da hat jemand verdammt nochmal unsere Kühe verhext!”, rief er aus und rannte zu seinem Vater.

Was zum Teufel ist denn das für ein Geschichte?

Ja, keine Ahnung. Da ist wohl etwas die Fantasie mit mir durchgegangen. Einfach drauf los schreiben ohne sich Gedanken über den weiteren Verlauf einer Geschichte zu machen ist wohl nicht so hilfreich. Also bitte keine Fragen warum das Daintree-Rind, welches ja wohl seinem Namen nach im Daintree beheimatet sein müsste am Port Jackson bei Sydney entdeckt wurde! Vielleicht handelt es sich ja um ein Nomaden-Rind? Ach ja, die Fantasie… Löschen will es aber auch nicht, also bleibt es halt einfach hier stehen und fristet ein unvollendetes Dasein.

Und was ist jetzt mit dem Regenwald, Daintree und so?

Blick auf den Strand, die Sonne scheint mal

Na ja, darüber gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen. Deshalb wohl auch der geistige Erguss oben. Meistens fällt mir beim Schreiben, auch wenn die Ereignisse schon eine Weile her sind, immer wieder etwas Neues ein und der Text wächst und wächst. Nicht so beim Daintree Nationalpark, denn der war irgendwie… durchsichtig, unspannend und, ach ich weiß auch nicht. Es fliegt alles förmlich an uns vorbei und wir können nichts davon aufnehmen. Ob es nun am Park oder auch an uns liegt kann ich nicht genau einordnen. Irgendwie komisch. Praktischerweise gibt es im ganzen Park nur einen einzigen Campground der Nationalparkbehörde, welcher unprakti-scherweise für die komplette nächste Woche ausgebucht ist. Seit letztem Jahr können die Campgrounds nur noch online per Queensland Government ParksQ oder per Telefon gebucht werden. Das ist mal wieder richtiger Mist. Während dieser ziemlich günstig ist und direkt am Strand liegt, sind natürlich die privaten Parks mal wieder schweineteuer. $11 gegenüber $40, das kann doch wohl nicht sein?

Mangroven im Regenwald

Mangroven im Regenwald

Vorher, Nachher, armer Kasuar

Zudem ist das Wetter schlecht (es regnet), die Strände langweilig und Baden darf man eh nirgends. Krokodile, Quallen, Seemonster, was auch immer. Zwei Nächte bleiben wir im Daintree Village auf dem Van Park, welcher recht schön ist und direkt am Daintree River liegt. Da es ständig regnet und alles total verschlammt ist brechen wir nach den zwei Tagen auf, nehmen die Fähre über den Fluss und machen einen Tagestrip ans Cape Tribulation. Doch auch dort gibt es eigentlich nichts besonderes zu sehen. Öder Strand, nix mit Baden, nur der Regenwald und die Mangroven sind ganz nett. Das reicht allerdings nicht um uns länger zu halten und wir verlassen den Park nachmittags schon wieder.

Auf Planken durch den Regenwald
Wir haben Spaß
Alles ist saftig grün

Sicher hat der Park noch mehr zu bieten, aber bei Dauerregen kann man eben nicht viel machen. Zudem sitzt uns der nun dringender werdende Verkauf unseres Autos im Nacken. Seit wir den Wagen vor rund zwei Wochen ins Internet gestellt haben und jede Menge Flugblätter aufgehängt haben hat sich noch kein einziger ernsthafter Interessent gemeldet. Ob wir wohl rechtzeitig einen Käufer finden werden?

Immerhin gibt’s jetzt noch ein paar Fotos:

  • An irgendeinem Strand

    An irgendeinem Strand

  • Wir an irgendeinem Strand

    Wir an irgendeinem Strand

  • Am Daintree River ist alles saftig grün

    Am Daintree River ist alles saftig grün

  • Sind sie nicht schnuckelig?

    Sind sie nicht schnuckelig?

  • Sind sie nicht schnuckelig?

    Sind sie nicht schnuckelig?

  • Sind sie nicht schnuckelig?

    Sind sie nicht schnuckelig?

  • Campground im Daintree Village

    Campground im Daintree Village

  • Manchmal säuft der ganze Campground ab...

    Manchmal säuft der ganze Campground ab…

  • Wieder am Strand

    Wieder am Strand

  • Hier ist alles etwas größer

    Hier ist alles etwas größer

  • Im Regenwald

    Im Regenwald

  • Kasuar-Warnschild :-)

    Kasuar-Warnschild :-)

  • Achtung, hier gibt's Quallen, der Essig steht auch schon bereit

    Achtung, hier gibt's Quallen, der Essig steht auch schon bereit

  • Krokodile dürfen natürlich auch nicht fehlen

    Krokodile dürfen natürlich auch nicht fehlen

  • Und mal wieder ein Strand

    Und mal wieder ein Strand

  • Und wir sind auch wieder am Strand

    Und wir sind auch wieder am Strand

  • Wer rutscht denn bitte so aus? Hände hoch und rauf auf den Hintern

    Wer rutscht denn bitte so aus? Hände hoch und rauf auf den Hintern

Dieser Beitrag gehört zu unserem Australien Blog, welchen wir während unserer Australienreise von September 2012 bis August 2013 geschrieben haben. Hier geht es zur Übersichtskarte, welche unsere Route sowie Links zu allen unseren Berichten und Fotos enthält!

Verwandte Posts

Hinterlasse einen Kommentar

Your Name: (required)

E-Mail: (required)

Website: (not required)

Message: (required)

Kommentar senden

Rechenaufgabe zur Vermeidung von Spam * Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.

16841560