FlickrRSS
Du bist hier: RoundFour · Explore. Dream. Discover.»Reiseberichte»Reisebericht Hong Kong 2013

Reisebericht Hong Kong 2013

  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7

#3399CCfadetrue

  • 1: Nächtliche Anreise
    1: Nächtliche Anreise
  • 2: Häuserschluchten
    2: Häuserschluchten
  • 3: Bunte Lichtershow
    3: Bunte Lichtershow
  • 4: Vögel & Victoria Peak
    4: Vögel & Victoria Peak
  • 5: Relaxen & Star Ferry
    5: Relaxen & Star Ferry

Mit etwas Verspätung setzt unsere Maschine der Virgin Atlantic nach knapp über 10 Stunden Flugzeit am 17. August um 22:30 Uhr auf dem Chek Lap Kok International Airport in Hong Kong auf der Landebahn auf. Nach elf Monaten Reise durch Australien haben wir Down Under heute Mittag um 14:25 Uhr in Sydney verlassen. Australien nach so langer Zeit wieder zu verlassen ist schon ein sehr komisches Gefühl und wir haben einen dicken Kloß im Hals. Aber nun geht es ja erstmal für fünf Tage nach Hong Kong und dann nochmal drei Wochen durch Thailand, Kambodscha und Vietnam. Als wir in Hong Kong landen löst sich der Kloß langsam auf. Es geht ab ins nächste Abenteuer. Wir sind zum ersten Mal in Asien und freuen uns auf die Metropole Hong Kong und auf unser Hotel.

Von unserem in Australien erarbeiteten Geld gönnen wir uns in Hong Kong fünf Tage Luxus im 5-Sterne-Hotel Crowne Plaza Kowloon East. Bei einer durchschnittlichen Wertung von 9/10 Punkten und den laut Fotos gemütlichen Zimmern darf man entsprechend viel erwarten. Dazu gibt es noch einen Pool und eine Sauna ohne Gebühr, eine Dachterrasse und ein schickes Bad mit Dusche und Badewanne. Mit 100 € pro Tag ist das Hotel für ein 5-Sterne-Hotel inklusive Frühstücks-Buffet auch nicht wirklich teuer. Einen Haken muss es dabei doch geben, denkt ihr euch? Ja, allerdings, wie wir gleich merken werden.

Schwül, schwüler, am schwülsten

Nach der Landung schnappen wir uns unser Gepäck und stürzen uns ins Abenteuer. Öffentliche Verkehrsmittel, Hotel finden, fremde Stadt, viel Gepäck, kurz vor Mitternacht, Hunger. Kombiniert man diese Begriffe zu einer normalisierten Bewertung zwischen -1 und +1 – nennen wir ihn mal Anreise-Index – fällt dieser unweigerlich ins Negative. Wir folgen den Schildern mit kleinen Bussen und Zügen zum Ausgang des Flughafens. Als wir das Flughafengebäude verlassen gesellt sich noch ein weiterer Faktor mit Einfluss auf den Index dazu, die unglaubliche Schwüle. Wir sind viel zu warm angezogen. Nach fünf mal Augenzwinkern bricht uns der Schweiß aus. Verflucht nochmal, ist das schwül hier. Es ist kurz vor Mitternacht, das Thermometer zeigt knapp 30°C und die Luftfeuchtigkeit liegt jenseits von Gut und Böse. Von Juni bis September ist hier Regenzeit, die Temperatur fällt Nachts fast nie unter 27°C und die durchschnittliche (!) Luftfeuchtigkeit liegt bei 85%.

Da das Hotel am Arsch von Hong Kong im Osten des größten Stadtteils Kowloon liegt müssten wir mit der Metro dreimal umsteigen, das ist uns um diese Uhrzeit zu doof. Glücklicherweise gibt es auch Busse. Einer davon fährt auf direktem Weg zur MTR-Station Tseung Kwan O, an welcher das Hotel liegt (Busfahrplan Flughafen -> Stadt). Nach einiger Sucherei, bei der wir die Koffer dreimal quer über den Busbahnhof schleifen und einige Liter Schweiß verlieren finden wir endlich den Bus A29 und erwischen den vorletzten für heute. HK$ 42 (~ 4€) pro Person kosten die 45 km bis zur Endstation. Die Klimaanlage hört sich an wie ein kleiner Reaktor und kühlt den Bus auf gefühlte -15°C.

Außer uns sind nur wenige Menschen im Bus. Kurz darauf geht es auch schon los. Auf der Route 8 verlassen wir Lantau Island über die Tsing Ma Bridge zum Festland. Da es dunkel ist sehen wir leider nicht viel. Was wir allerdings sehen ist die atemberaubende Anzahl an Hochhäusern. Wie unzählige Raumschiffe mit Hunderten beleuchteten Fenstern sehen sie aus. Es gibt kaum Gebäude, welche weniger als 20 Stockwerke haben, die meisten liegen deutlich darüber. 7 Millionen Menschen leben in Hong Kong, 6.400 pro km² (zum Vergleich: Berlin hat 3.800 pro km²). Gegen halb eins fahren wir durch das Stadtzentrum und sind überwältigt von den Menschenmassen, die sich auf der Straße und in den Restaurants tummeln. Alles ist total vollgestopft! Und das nach Mitternacht. Stuttgart ist halt schon ein Dorf…

Nachts in Hong Kong, und wo ist jetzt das Hotel?

Nach 10 Stunden Flug und einer Stunde Busfahrt sind wir entsprechend erledigt und sind froh, als wir endlich an der Endstation ankommen. Der Bus hält in irgendeiner Art Tiefgarage. Die zwei Menschen, die noch bis hierher gefahren sind, sind in Windeseile verschwunden und wir stehen alleine da. Kurz vor 1 Uhr Nachts. Und wo ist jetzt das Hotel? Wir fahren mit der Rolltreppe nach oben und sind plötzlich in einer Shopping Mall. In Hong Kong gibt es quasi an jeder MTR-Station (U-Bahn) eine Mall. Die Geschäfte sind natürlich schon geschlossen und wir trotten von einem Ende zum Anderen. Nirgends weist irgendetwas auf das Crowne Plaza hin. So ein Mist. Wo sind wir überhaupt? Wir fragen einen Securitymenschen nach dem Weg. „Chraun Blasa?“ Kennt er nicht. Oder er weiß nicht, von was wir reden, denn er spricht quasi kein Englisch. Ein anderer, sehr freundlicher Mann, welcher zufällig vorbeikommt kann Englisch und versucht uns weiterzuhelfen. Das Crowne Plaza kennt er aber auch nicht. Aaaarrrrghh.

In einer Ecke packen wir das Laptop aus und gehen in irgendeinem WLAN ins Internet. Wir finden heraus, dass der Bus nicht zur MTR-Station Tseung Kwan O fährt, sondern nach Po Lam im Stadtteil Tseung Kwan O. Am Flughafen hieß die Endstation des Busses Tseung Kwan O (Po Lam). Super, wie verwirrend. Google Maps spuckt 2,7 km bis zum Hotel aus. Mit Koffern ist uns das zu weit zum Laufen. Wir fahren mit der Rolltreppe wieder nach unten und sehen unzählige Taxis, doch alle sind nicht besetzt. Von irgendwoher, als hätte er sich aus einem anderen Universum kurz einmal hergebeamt, taucht plötzlich ein Taxifahrer auf. Crowne Plaza, ja, da möchten wir hin. Er versteht es nicht, fährt aber trotzdem schon mal los. Michelle hat sich die Adresse vorhin vorsorglich auf die Hand geschrieben und zeigt es ihm. „Aaaaah“, meint er und fährt uns ohne weitere Probleme zum Hotel.

Die Lobby des Crowne Plaza ist einfach fantastisch. Trotz der nächtlichen Stunde – mittlerweile ist es fast halb 2 – bekommen wir sofort unser Gepäck abgenommen und werden freundlich empfangen. Die Asiaten sind wirklich ein äußerst freundliches und hilfsbereites Volk. Als wir vor drei Jahren für eine Nacht im 5-Sterne-Hotel Kempinski in Jordanien am Toten Meer übernachtet haben hat uns die totale Unterwerfung der Hotelangestellten nicht so gut gefallen. Man fühlt sich dann irgendwie komisch. Hier ist das viel angenehmer. Nach dem Einchecken beziehen wir unser Zimmer, welches exakt so aussieht wie auf den Fotos und urgemütlich ist. Das Boxspring-Bett ist saubequem und man hört absolut nichts von der Straße und den anliegenden Zimmern. Wir fühlen uns pudelwohl. Die Aussicht auf die unzähligen Wohntürme ist zwar nichts besonderes, mit etwas Fantasie kommt man sich aber vor wie in einer Weltraumstation. Die Sicht auf die Hundertschaft an beleuchteten Fenstern vor der nächtlichen Schwärze wirkt, als würde man hinaus ins Weltall auf die anderen Flügel der Raumstation blicken. Erschöpft fallen wir ins Bett und träumen von den unendlichen Weiten des Universums.

  • Unser Zimmer im Crowne Plaza Kowloon East

    Unser Zimmer im Crowne Plaza Kowloon East

Am nächsten Morgen schlafen wir erstmal aus und genießen das Bett und die ebenerdige Regendusche. Anschließend schnappen wir uns die Kamera und bewaffnen uns mit dem U-Bahn-Plan. Der große Fotorucksack bleibt im Hotel, denn auf einer Städtetour ist er einfach nur nervig. Ich hänge mir die Kamera um die Schulter und Michelle nimmt ein zweites Objektiv in ihre kleine Tasche. Da wir für die drei Wochen Südostasien noch eine neue Schultertasche brauchen wäre es doch gelacht, wenn wir in der Foto-Technikhochburg Hong Kong keine finden würden. An der Rezeption erkundigen wir uns wo die nächste MTR-Haltestelle (Mass Transit Railway) ist. Direkt in der am Hotel angrenzenden Mall, erklärt uns die Dame. Klar, auch hier gibt’s natürlich eine Mall. Hotel, Mall und U-Bahn befinden sich quasi im gleichen Gebäude. Die Malls gehören übrigens meistens der Firma, die auch die MTR betreibt, wie praktisch. Um zur Mall zu gelangen müssen wir kurz aus dem klimatisierten Hotel hinaus ins Freie.

Heiliger Klimaanlagen-Gott

Karte von Hong Kong © www.chinarundreisen.com

Auf dem Programm stehen heute zunächst ein Besuch der vietnamesischen Botschaft (wir brauchen noch ein Visum) und die Suche nach einer Kameratasche. Ansonsten haben wir nichts geplant, wir lassen uns einfach mal durch die Stadt treiben. Die Luftfeuchtigkeit ist erbarmungslos. Man kann die Feuchtigkeit beim Atmen förmlich schmecken. Nur 20 Meter sind es über den Vorhof des Hotels zum Eingang der Mall, trotzdem bilden sich schon kleine Schweißperlen auf unserer Stirn. Nach 30 Sekunden im Dampfbad freuen wir uns über die Klimaanlage der Mall. Die MTR-Station ist direkt gegenüber und wir stehen zunächst ratlos vor der Tafel, auf der die Ticketpreise stehen. Von Tseung Kwan O, der Station im Hotel, bis zur Station Admiralty auf Hong Kong Island zahlt man nur knapp einen Euro. Mit der sogenannten Octopus Card ist es noch billiger. Dabei handelt es sich um eine Chipkarte, auf die man Geld auflädt und dann mit dieser überall in Hong Kong zahlen kann. Am Schalter kaufen wir uns zwei der Krakenkarten und laden erstmal HK$ 20 auf jede Karte.

Das U-Bahn-System in Hong Kong ist relativ einfach zu verstehen. Es gibt neun Linien, von denen jede eine eigene Farbe hat. Bewegt man sich nur im Zentrum von Hong Kong und fährt nicht in die New Territories braucht man aber nur vier oder fünf Linien. Vom Hotel fahren wir zunächst mit der Tseung Kwan O Line nach North Point und steigen dort in die Island Line um, welche quer über Hong Kong Island fährt (siehe Karte). Die Menschenmassen an den Stationen sind einfach unvorstellbar. Bevor eine U-Bahn kommt steht man dicht gedrängt mit Hunderten anderer Menschen am Bahnsteig. Da uns die Bahn zu voll ist warten wir auf die nächste, es kommt ja fast jede Minute eine. Nachdem alle eingestiegen sind ist der Bahnsteig wie leergefegt, doch die nächsten Fahrgäste kommen schon. Als nach rund einer Minute der nächste Zug kommt ist der Bahnsteig schon wieder so voll wie vorhin, unglaublich.

Planlos durchs Getümmel

An der Station Causeway Bay steigen wir aus, denn dort befindet sich irgendwo die Botschaft von Vietnam. Als wir nach etlichen Rolltreppen die U-Bahn verlassen und zum ersten Mal Hong Kong City betreten sind wir überwältigt vom Trubel, der dort herrscht. Der helle Wahnsinn ist das. Keine andere Großstadt hat uns bis jetzt ein solch intensives Gefühl vermittelt. Es wimmelt von Menschen. Die Motoren der doppelstöckigen Busse dröhnen in einem tiefen Wummern. Grüne Fußgängerampeln klackern in einem schnellen Stakkato. Die Luft ist heiß, feucht und stinkt. Eine Mischung aus Dieselabgasen, Urin und Essen hängt in der Luft. Große Leuchtreklametafeln leuchten in den buntesten Farben. Vor fast jedem Laden hängen Reklametafeln und blinken in grellen Farben. Krass, einfach nur krass.

Die neuen Eindrücke stürzen in einem solchen Tempo auf uns ein, dass wir uns planlos von der Menge irgendwo hintreiben lassen. Durch Schluchten von Häusern mit den immer gleichen tristen Fassaden bahnen wir uns einen Weg durch die Stadt. In der ersten Einkaufspassage finden wir schon einen Fotoladen nach dem anderen. Hier gibt es wirklich alles, was das Fotografenherz begehrt. Sämtliche Canon-Objektive sind auf Lager. Günstiger als bei uns ist es aber auch nicht. Wir probieren einige Taschen aus und werden schließlich im Laden nebenan fündig. Wir entscheiden uns für eine Lowepro Passport Sling II. Da passt die EOS 7D zwar nicht rein, aber 1-2 andere Objektive. So kann zumindest einer die Kamera tragen und der andere zusätzliche Objektive. Für die EOS finden wir nichts passendes und wollen lieber nochmal im Internet recherchieren.

Nachdem wir eine gute Stunde durch die Gassen irren stoßen wir auf den Victoria Park. Dort gibt es Getränkeautomaten, an denen man mit der Octopus Card bezahlen kann, sehr praktisch. Nach einer Weile treffen wir auf die nächste MTR-Station, Tin Hau. Ein Blick auf die Karte verrät uns, dass wir die ganze Zeit in die falsche Richtung gelaufen sind. Also geht es wieder runter zur Island Line und wir fahren diesmal bis zur Station Wan Chai, die liegt einen Tick näher an der Botschaft. Mithilfe unseres Stadtplanes navigieren wir zur Botschaft, die in einem der tristen Wohnbunker untergebracht ist. Der Typ am Empfang versucht uns irgendetwas zu erklären, spricht aber kaum Englisch. Ja, die Botschaft sei hier, aber wir könnten trotzdem nicht hin. Hä? Verstehen wir nicht, wieso denn? Nach zwei Minuten Diskussion kapieren wir endlich, was er von uns will. Heute ist Samstag, die Botschaft hat schon zu. Aaarrrghhhh, was für ein Mist. Daran hätten wir auch mal selbst denken können.

Zwei Stunden lassen wir uns noch durch die Stadt treiben und fahren am späten Nachmittag zurück ins Hotel, denn Michelle geht es nicht so gut. Auf dem Flug von Sydney nach Hong Kong muss sie sich im Flugzeug eine Erkältung eingefangen haben. Der erste Trip in die Innenstadt von Hong Kong hat uns ganz schön geschlaucht. So viele neue Eindrücke müssen erst einmal verarbeitet werden. Aber wir müssen uns keinen Stress machen, denn wir haben ja knapp fünf Tage Zeit. Das urgemütliche Zimmer im Crowne Plaza ist ideal um sich von der stressigen Stadt zu erholen. Duschen, Bademantel anziehen und ins saugemütliche Bett legen. Was gibt es schöneres ;-)

  • Der feine Herr studiert die Karte

    Der feine Herr studiert die Karte

  • Aussicht aus dem Hotel

    Aussicht aus dem Hotel

  • Der Grand Canyon von Hong Kong

    Der Grand Canyon von Hong Kong

  • North Point

    North Point

  • In der MTR ist es höllisch voll

    In der MTR ist es höllisch voll

  • So viele Menschen!

    So viele Menschen!

  • Häuserschluchten

    Häuserschluchten

  • Hausfassade in Hong Kong

    Hausfassade in Hong Kong

  • IKEA gibt's auch überall

    IKEA gibt's auch überall

  • Ein Autofanatiker

    Ein Autofanatiker

  • Schicke Häuser ;-)

    Schicke Häuser ;-)

  • Eine bunte Tram als HDR

    Eine bunte Tram als HDR

  • Immerhin sind sie nicht alle grau

    Immerhin sind sie nicht alle grau
    Hong Kong

  • Auf der Straße ist die Hölle los

    Auf der Straße ist die Hölle los

  • Was für eine unglaubliche Stadt

    Was für eine unglaubliche Stadt
    Hong Kong

  • Noch ein schickes Haus

    Noch ein schickes Haus
    Hong Kong

  • Heruntergekommene Hausfassade

    Heruntergekommene Hausfassade

Das Frühstück heute morgen ist wie gestern auch schon wieder erste Sahne. Wie in einem 5-Sterne-Hotel üblich gibt es eine riesige Auswahl. Man kann sich ein Omelett mit seinen Wunschzutaten zubereiten lassen oder frische Pancakes und Waffeln. Dazu gibt es frisches Obst, frische Smoothies und für jede Nationalität das passende Frühstück. Nach dem Essen fahren wir hoch zur Aussichtsterrasse und fotografieren die Fassaden der zahlreichen Wohnblocks im Viertel um das Hotel. Der Himmel ist heute total zugezogen und präsentiert sich uns in einem einheitlichen Weißgrau. Der Luftfeuchtigkeit tut das jedoch keinen Abbruch, die liegt trotzdem bei knapp 90%. Da sich Michelle immer noch nicht gut fühlt beschließen wir, dass sie sich heute lieber im Hotel ausruht und ich alleine losziehe.

Dampfbad im Man Mo Tempel

Gegen 12 Uhr mache ich mich auf den Weg zur MTR. Heute nehme ich die Island Line bis zur Endstation Sheung Wan. Von dort geht es erstmal wieder eine Runde planlos kreuz und quer durch die kleinen Gassen. Ich bestaune die vielen fremden Produkte, die man in teilweise winzigen Läden kaufen kann. In manchen Läden stehen unzählige große Glasgefäße mit irgendeinem getrockneten Zeug drin, wahrscheinlich eine Art chinesische Apotheke. Manche Läden sind so klein, dass weder Kunde noch Inhaber überhaupt hineinlaufen können. Der Laden ist vollgestopft mit Ware und der Verkäufer sitzt davor. Manche schlafen auch einfach. Das ist wirklich eine andere Welt hier.

Nach einiger Zeit komme ich an meinem ersten Ziel an, dem Man Mo Temple. Dieser steht im Stadtteil Sheung Wan und wurde 1847 erbaut. Der Tempel dient als Ehrung an den Gott der Literatur (Man) und an den Gott des Krieges (Mo). Als ich den Tempel betrete fühlt es sich an, als würde man gegen eine feuchtwarme Wand laufen. Sind 35°C und 90% Luftfeuchtigkeit denn nicht schon genug? Es ist mir nahezu unbegreiflich wie es im Tempel noch feuchter sein kann. Da in der Mitte des Raumes unzählige Räucherspiralen vor sich hin glimmen fühlt es sich nicht nur an wie in der Dampfgrotte eines Schwimmbads – nein, es riecht auch so. Augenblicklich bricht mir der Schweiß aus. Wie kleine Gebirgsbäche schießt er an meinem Körper nach unten und tränkt das sowieso schon durchgeschwitzte T-Shirt bis zur Grenze der Aufnahmefähigkeit. Den anderen geht es auch nicht besser, fast alle anwesenden Personen sind komplett nassgeschwitzt. Theoretisch könnte man sich im ruhigen Tempel etwas vom Stadtstress erholen, bei dieser Hitze ist das allerdings unmöglich.

Meine Hände sind so feucht, dass ich kaum die Kamera beim Fotografieren halten kann. Vom Batteriegriff der EOS 7D lösen sich schon die Gummimatten ab. Die Kamera selbst ist allerdings hart im Nehmen und funktionierte bis jetzt in jeder noch so extremen Situation einwandfrei. Nach 10 Minuten flüchte ich aus dem Tempel und muss mich davor erstmal hinsetzen. Das Wetter hier setzt einem ganz schön zu. Anschließend geht es weiter durch schmale, keine Gässchen. Sämtliche Straßen und Gassen sind gesäumt von Hochhäusern, die meist weit über 10 Stockwerke haben. In manchen Schaufenstern hängen komplette gebratene Enten und Gänse im Scheinwerferlicht. In Fleisch- und Fischläden liegt die komplette Ware unter dem Licht von warmen Lampen im Freien. Hier kann man wirklich alles kaufen. Unzählige Fische, deren Namen ich nicht kenne, Aale, riesige Krebse, Langusten, Hummer, etc. etc. Was für eine faszinierende Stadt.

Mit der Star Ferry über den Victoria Harbour

Gegen halb 3 am Nachmittag komme ich am Pier der Star Ferry an. Die Star Ferry ist eines der Symbole des traditionellen Hongkongs. Seit 1888 kann man auf einer der Routen den Victoria Harbour queren und hat dabei einen unglaublichen Ausblick auf den Hafen und die fantastische Skyline von Hong Kong. Die Fahrt kostet dabei gerade einmal lächerliche 25 Euro-Cent. Nach wenigen Minuten auf der Fähre von Central nach Tsim Sha Tsui (Süd nach Nord) kann ich Wikipedia nur zustimmen. Obwohl immer noch dicke Wolken am Himmel hängen ist die Aussicht einfach spektakulär. Zwei der höchsten 20 Gebäude der Welt stehen in Hong Kong. Vor mir thront das 415 Meter hohe Two International Finance Centre über den Hafen. Hinter mir erhebt sich der International Commerce Centre, das mit 484 Metern siebt höchste Gebäude der Welt. Irgendwie sehen sie aus wie unwirkliche Raumschiffe.

Auf der anderen Seite angekommen habe ich zum ersten Mal einen Blick auf die wahnsinnige Skyline von Hong Kong Island. Unzählige Touristen, hauptsächlich Asiaten, tummeln sich hier am Pier. Als sich kurz die Sonne zeigt wird es unerträglich heiß und ich flüchte in den Schatten. Die wenigen Europäer, die mir über den Weg laufen, machen ein ähnliches Gesicht wie ich. Ein ungläubiges Staunen. Auf der anderen Seite des Victoria River laufe ich durch zahllose von Werbeschildern gepflasterte Gassen, durch Massen von Menschen über große Plätze und durch den grünen Kowloon Park. Nach einer weiteren Stunde bin ich total ausgelaugt und fahre zurück ins Hotel. Nach einer Dusche und einem kurzen Nickerchen im Himmelbett bin ich wieder topfit.

Lichtshow am Hafen

Um 19 Uhr geht es zurück in die Stadt, denn ich möchte mir heute die „A Symphony of Lights“ genannte Lichtshow am Hafen ansehen und die Skyline fotografieren. Nach dem Abendessen bei McDonalds geselle ich mich zu den Hunderten, die die gleiche Idee hatten wie ich. Auf der Avenue of Stars, von welcher man einen guten Blick auf die Lichtshow hat, ist es gestopft voll. Die Avenue of Stars ist quasi das gleiche wie der Walk of Fame in Los Angeles, nur dass hier nur chinesische Filmstars ihre Handabdrücke da gelassen haben. Etliche Chinesen springen vor Glück jauchzend um die Namen und Handabdrücke herum, die für mich nicht auseinander zu halten sind. Yung Fung Wan Yuen Po Zhu Shi Li Hua Dingsbums.

Gegen 20 Uhr wird es dunkel und die Skyline beginnt zu leuchten wie ein Weihnachtsbaum. Als hätten sich die Inhaber der Wolkenkratzer und die Reklametafelnhersteller abgesprochen, dass auch ja keine Farbe zweimal verwendet wird. Kurze Zeit später beginnt auch schon die Lichtshow. Zitat discoverhongkong.com: Den Guiness Welt Rekorden zufolge ist es die „weltweit größte regelmäßig stattfindende Licht- und Klangshow“. Farbige Lichter, Laserstrahlen und Scheinwerfer erzeugen ein atemberaubendes, unvergessliches Spektakel. Die darauf abgestimmte Musik und Erzählung beschreibt die Energie, das Wesen und die Vielfältigkeit der Metropole. Diesen Marketingphrasen kann ich zwar nicht vollumfänglich zustimmen, trotzdem ist die Show ein außergewöhnliches Erlebnis. Zusätzlich zu den Laserstrahlen sind sogar die größten Gebäude in die Show mit eingebaut, deren Fassaden dann in unterschiedlichen Farben und Formen blinken. Bei jedem besonders schönen Geblinke übertönen die Chinesen mit ihren ständigen bewundernden Aaaaaah’s und Ooooooh’s die Musik. Ooooooooooooooohh, aaaaaaaaaaaaaaaahh.

Nach der Show fahre ich zurück ins Hotel, habe das dritte T-Shirt für heute durchgeschwitzt und muss schon wieder Duschen. Gute Nacht Hong Kong, du wahnsinnige Stadt!

  • Bunte Hausfassade

    Bunte Hausfassade
    Hong Kong

  • Trist ist gar kein Ausdruck

    Trist ist gar kein Ausdruck
    Hong Kong

  • Häuserschluchten

    Häuserschluchten
    Hong Kong

  • Wie es drinnen wohl aussieht?

    Wie es drinnen wohl aussieht?
    Hong Kong

  • Trist²

    Trist²

  • Kleiner Wohnblock

    Kleiner Wohnblock
    Hong Kong

  • Wohnblöcke in Kowloon East

    Wohnblöcke in Kowloon East

  • Blick durch die Häuser

    Blick durch die Häuser

  • Platz ist Mangelware

    Platz ist Mangelware

  • Freiluft-Lounge des Crowne Plaza

    Freiluft-Lounge des Crowne Plaza

  • In der Stadt

    In der Stadt

  • Menschen über Menschen

    Menschen über Menschen

  • Typisches Viertel in Hong Kong

    Typisches Viertel in Hong Kong

  • Was das wohl ist?

    Was das wohl ist?

  • Man Mo Temple

    Man Mo Temple

  • Man Mo Temple

    Man Mo Temple

  • Man Mo Temple

    Man Mo Temple

  • Man Mo Temple

    Man Mo Temple

  • Beeindruckende Häuserschluchten

    Beeindruckende Häuserschluchten
    Hong Kong

  • Wer hat Hunger?

    Wer hat Hunger?

  • Auf dem Fischmarkt

    Auf dem Fischmarkt

  • Star Ferry

    Star Ferry

  • Hong Kong Island Panorama

    Hong Kong Island Panorama
    Hong Kong

  • Altes Fischerboot vor Wolkenkratzern

    Altes Fischerboot vor Wolkenkratzern
    Hong Kong

  • Alt und neu im Einklang

    Alt und neu im Einklang
    Hong Kong

  • Auf der Promenade

    Auf der Promenade

  • Blickt hier noch jemand durch?

    Blickt hier noch jemand durch?

  • In der U-Bahn

    In der U-Bahn

  • Hier hat jeder ein Smartphone

    Hier hat jeder ein Smartphone
    Hong Kong

  • Hong Kong Island Panorama bei Nacht

    Hong Kong Island Panorama bei Nacht
    Hong Kong

Da sich Michelle gestern etwas erholen konnte ist sie heute Morgen wieder mit von der Partie. Da heute Montag ist fahren wir nochmal zur vietnamesischen Botschaft. Ein winziger, klappernder Aufzug zuckelt uns hinauf zur Botschaft. Knapp dieser Todesfalle entronnen finden wir uns in einer Schlange aus Menschen wieder. Oh je, das kann dauern. Nach 10 Minuten flüchten wir und beschließen, das Visum auf einem anderen Weg zu besorgen, ist doch alles Mist hier. Immer diese Behörden.

Auf der Straße kommen wir an einem Metzger vorbei, der sein komplettes Warenangebot ungekühlt von verschiedenen Stangen hängen hat. Die herumschwirrenden Fliegen scheinen hier niemand zu stören. Ganze Schweineköpfe, Zungen, Schwänze und noch mehr Zeugs, von dem wir gar nicht so genau wissen möchten um was sich handelt, baumeln hier herum. Wieder mal schlurfen wir kreuz und quer durch die Innenstadt und bummeln über den Ladies Market. Gegen frühen Nachmittag überrascht uns ein tropischer Regenguss, der innerhalb Minuten die halbe Straße unter Wasser setzt. Spielt aber eigentlich eh keine Rolle, denn man ist ja sowieso die ganze Zeit nassgeschwitzt. Da Michelle immer noch ziemlich angeschlagen ist fahren wir zurück ins Hotel. Aufgrund der ständigen Hitze in Hong Kong ist übrigens die komplette U-Bahn klimatisiert. Sämtliche Bahnsteige und die Züge sind gut gekühlt und trotz der Menschenmassen ist die Fahrt immer eine kleine Erholung.

Mit dem Vogel Gassi gehen

Nach einer kurzen Pause fahre ich mit der Kwun Tong Line wieder in die Stadt. So langsam kenne ich den U-Bahn-Plan auswendig. Das gesamte System ist aber auch sehr einfach zu verstehen und sehr gut organisiert. An jeder Haltestelle befinden sich an jedem Ein- und Ausgang (manchmal gibt es extrem viele) große Tafeln, auf denen steht, an welchem Ausgang man zu welcher Attraktion gelangt, so dass man eigentlich immer alles auf Anhieb findet. In den Tunneln der teilweise bis zu drei Stockwerken tiefen U-Bahn sind auf vielen Strecken so viele Menschen unterwegs, dass man wie auf einer Straße auf den beiden Hälften des Weges nur in eine Richtung laufen kann. Wie auf der Straße auch herrscht hier Linksverkehr!

An der Station Mong Kok steige ich aus und suche zuerst mal den Yuen Po Street Bird Garden auf. Das ist eine Art kleiner Park, in welchem die Vogelbesitzer Hongkongs mit ihren Vögeln sozusagen „Gassi“ gehen. Kling verrückt? Ist auch so. Unzählige ältere Herrschaften sitzen hier auf den Parkbänken, vor sich die kleinen Käfige mit ihren Vögeln. Auch eine kleine Vogelbörse gibt es im Park, in welcher man Vögel kaufen und… ja, ich weiß auch nicht, zurückgeben kann? Keine Ahnung. Vor lauter Vögeln bin ich ganz verwirrt und verlasse den Park wieder. Ein Schild am Ausgang des Parks zeigt einem noch, was man hier nicht darf. Unter anderem darf man nicht schlafen oder seine Wäsche aufhängen. Mmmh, nun gut, hänge ich mein vollgeschwitztes T-Shirt halt nicht auf ;-)

Ein weiterer Abstecher führt mich zum Goldfish Market. Das ist eigentlich nur eine Straße, in der es besondere Goldfisch-Händler gibt. Neben den Vögeln mögen die Bewohner Hongkongs nämlich auch Goldfische ganz besonders. In einer Stadt, in der viele Menschen nur wenige Quadrameter Platz haben macht das auch irgendwie Sinn, denn Vögel und Fische nehmen kaum Platz weg. Bei den Händlern hängen etliche bunte Fische in Plastiksäcken an einer großen Wand. Als ob das nicht schon genug wäre traue ich auf den nächsten Metern meinen Augen kaum. In kleinen Schachteln tummeln sich sicher über 50 kleine Schildkröten. Übereinander, nebeneinander, ein völliges Durcheinander. In einer viel zu kleinen Box läuft eine größere Schildkröte ständig im gleichen Rhythmus gegen die Wand. Wie lange die wohl schon da drin ist?

Hundewelpen im Schaufenster

Doch gegen das, was mich im nächsten Laden erwartet, bin ich nicht gewappnet. Kleine Hundewelpen in viel zu kleinen Glaskästen. Es bricht mir das Herz. In unzähligen übereinander gestapelten Glaskästen liegen hier winzige Hundewelpen unter warmen Glühbirnen. Manche liegen auf der Seite, hecheln in besorgniserregendem Tempo und ihre kleinen Bäuche pochen auf und ab. Mit ihren hohen Welpenstimmchen bellen sie vor sich hin und starren einen mit ihren traurigen Hundeaugen an. Es ist schrecklich, der absolute Horror. Ich muss gehen. Die spinnen doch! Bloß weg hier aus dieser Straße!

Victoria Peak – Aussicht der Superlative

Gegen 18 Uhr mache ich mich auf den Weg Richtung Victoria Peak, dem mit 552 Metern Höhe bekanntesten Berg. Von dort oben soll man einen tollen Blick auf die Skyline und den Victoria Harbour haben. Ich fahre also mit der MTR zur Station Central auf Hong Kong Island und laufe dann zum Garden Road Peak Tram Lower Terminus, an welchem die berühmte Seilbahn „Peak Tram“ ihre Fahrt zum Berg startet. Als ich die Schlange vor der Station sehe traue ich meinen Augen kaum. Hunderte Menschen stehen hier und warten auf die Bahn. Was für ein Mist. Nach einer halben Stunde in der prallen Sonne hat sich fast nichts getan und ich habe die Schnauze gestrichen voll. Ich lasse die Tram Tram sein und laufe zurück zum Taxi-Stand. Dort nehme ich mir mit zwei Holländern ein Taxi und zahle so für die Fahrt auf den Victoria Peak gerade mal um die zwei Euro.

Der Blick vom Gipfel soll einen atemberaubenden Blick auf den Victoria Harbour, Kowloon und Hong Kong Island bieten. Als ich zuvor Fotos davon gesehen hatte war klar, dass wir auch da hoch müssen. Doch kein Foto kann einem die Atmosphäre vermitteln, die einen umgibt, wenn man selbst dort oben steht und den Blick über das fantastische Panorama schweifen lässt. Die Abendsonne lässt das Wasser des Hafens glitzern und spiegelt sich in den Glasfassaden der monströsen Wolkenkratzer. Dreht man sich um 180 Grad herum blickt man über Lamma Island und üppig bewachsene grüne Hänge auf das südchinesische Meer hinaus. Nach einigen Minuten vergisst man fast, dass sich hinter einem diese verrückte Metropole befindet. Was für ein Gegensatz!

Kurz nach 21 Uhr beginnt die blaue Stunde und damit die ideale Zeit die Skyline zu fotografieren. Das wissen natürlich auch hunderte andere Touristen, dementsprechend voll ist es am Aussichtspunkt. Einen Platz für das Stativ zu ergattern ist gar nicht so leicht, rund eine Stunde vorher hatte ich mir meinen Platz „reserviert“. Hinsitzen ist nicht erlaubt, sofort wird man von einem der Sicherheitsleute vertrieben. Die Aussicht ist absolut spektakulär, Millionen von bunten Lichtern beleuchten den Hafen und die Wolken.

  • Gerüst aus Bambus

    Gerüst aus Bambus

  • Fisch gibt es hier an jeder Ecke

    Fisch gibt es hier an jeder Ecke

  • Was das wohl ist?

    Was das wohl ist?
    Hong Kong

  • Hier wird alles verwertet

    Hier wird alles verwertet

  • Ist das alles frisch?

    Ist das alles frisch?

  • Krebse, Langusten, Aale, hier gibt es alles

    Krebse, Langusten, Aale, hier gibt es alles

  • Man beachte das schmale Haus im Hintergrund

    Man beachte das schmale Haus im Hintergrund

  • In der City

    In der City

  • Verregneter Markt

    Verregneter Markt

  • Gassi gehen mit Vogel

    Gassi gehen mit Vogel
    Hong Kong

  • Nicht schlafen oder Wäsche aufhängen!

    Nicht schlafen oder Wäsche aufhängen!

  • Gold Fish Market

    Gold Fish Market

  • Grässlicher geht es kaum ;-)

    Grässlicher geht es kaum ;-)

  • Typische Kreuzung in Hong Kong

    Typische Kreuzung in Hong Kong

  • Two International Finance Centre

    Two International Finance Centre
    Hong Kong

  • Two International Finance Centre

    Two International Finance Centre
    Hong Kong

  • Bank of China Tower

    Bank of China Tower
    Hong Kong

  • Blick nach Lamma Island

    Blick nach Lamma Island

  • International Commerce Centre

    International Commerce Centre
    Hong Kong

  • Panorama vom Victoria Peak

    Panorama vom Victoria Peak
    Hong Kong

  • Victoria Peak Panorama am Abend

    Victoria Peak Panorama am Abend
    Hong Kong

Unseren letzten Tag in Hong Kong lassen wir entspannt angehen. Am Hotelpool liegen wir in der Sonne und schwimmen eine Runde. Etwas beobachtet fühlt man sich hier schon, denn von den umliegenden riesigen Wohnhäusern können theoretisch tausende Menschen auf uns herunterblicken. Da heute wieder die Sonne scheint ist die extreme Schwüle in der Sonne kaum auszuhalten und so verziehen wir uns nach rund zwei Stunden wieder ins Hotelzimmer. Nachmittags fahren wir mit der U-Bahn nochmal in die Stadt und lassen uns über diverse Märkte treiben. Hier gibt es wirklich alles zu kaufen, was im Meer so kreucht und fleucht. Vom Star Ferry Pier genießen wir die Fahrt mit der Fähre nach Hong Kong Island und den Blick auf die grandiose Kulisse im Licht der untergehenden Sonne.

Da Michelle gestern leider aufgrund ihrer Krankheit nicht mit auf den Victoria Peak konnte holen wir das heute nach. Diesmal fahren wir gleich mit dem Taxi, haben aber oben leider kein Glück. Wie so häufig hängt der Victoria Peak tief in den Wolken und man sieht leider nicht sehr weit. Zum Glück konnte ich gestern schon einige tolle Aufnahmen machen. Nachdem es dunkel ist fahren wir zurück zum Hotel und genießen ein letztes Mal das urgemütliche Bett und das komfortable Bad des Crowne Plaza.

Am nächsten Morgen checken wir aus und fahren mit dem Taxi zum Flughafen. Nun steht der längste Flug unserer Weltreise auf dem Programm. Zwischen 13 und 14 Stunden werden wir von Hong Kong nach London non-stop unterwegs sein und dort dann in unseren Flieger zurück nach Deutschland umsteigen. Doch vorbei ist unsere Reise dann noch nicht, denn wir werden noch ca. 3,5 Wochen in Abu Dhabi, Dubai, Thailand, Kambodscha und Vietnam verbringen. Auf ins nächste Abenteuer! Wir freuen uns :-)

  • Auf dem Markt

    Auf dem Markt

  • Es gibt mal wieder Fisch...

    Es gibt mal wieder Fisch…

  • ...und Fisch...

    …und Fisch…

  • ...und noch mehr Fisch!

    …und noch mehr Fisch!

  • Wir hätten gerne einmal das und einmal das

    Wir hätten gerne einmal das und einmal das

  • Was in New York die Taxis sind, sind hier Busse mit pinkem Dach

    Was in New York die Taxis sind, sind hier Busse mit pinkem Dach

  • Junge auf der Star Ferry

    Junge auf der Star Ferry

  • International Commerce Centre

    International Commerce Centre
    Hong Kong

  • Am Hotelpool

    Am Hotelpool

  • Lobby des Crowne Plaza Kowloon East

    Lobby des Crowne Plaza Kowloon East

fade
17397200