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Reisebericht USA Südwesten 2011

Die Reise in den Südwesten der USA war ein sehr spontaner Trip in ein absolut traumhaftes Gebiet. Leider hatte ich nur 10 Tage mit 9 Übernachtungen Zeit, da ich anschließend ein 3-tägiges Seminar meines Fernstudiums in Hamburg besuchen musste. Da ich aber schon immer mal in mein Traumland USA reisen wollte und mich die Gedanken daran, dass es nun vielleicht endlich klappt, überwältigten, gab es eigentlich kein Zurück mehr. Natürlich sind 10 Tage für den Südwesten der USA viel zu wenig, das war mir aber egal, denn wer weiß schon wann man wieder die Möglichkeit dazu hat. Es sollte allerdings schneller wie gedacht wieder dazu kommen, denn heute (Dez. 2011) ist schon sicher, dass wir im August 2012 – dann zu Zweit – wieder dort sein werden.

Nachdem also klar war, dass ich die Reise machen werde, machte ich auf die Suche nach dem besten Flug. Da der Abflug von Düsseldorf rund 300€ günstiger war legte ich schließlich die folgende Route fest: Stuttgart (Nachtzug) -> Düsseldorf -> Atlanta -> Las Vegas -> San Francisco -> Atlanta -> Düsseldorf -> Hamburg -> Stuttgart Den Gabelflug nach Las Vegas und Rückflug ab San Francisco buchte ich über ebookers.de für 700€ inkl. Stornoschutz. Der Nachtzug kostete 69€, der One-Way Flug von Düsseldorf nach Hamburg nur 53€. Beim Flug von Hamburg nach Stuttgart habe ich mich allerdings total vertan. Eigentlich wollte ich den Flug schon vor der Abreise in die USA buchen, da kostete er ca. 80€. Aus welchem Grund auch immer entschloss ich mich noch etwas zu warten und den Flug dann per Internet in den USA zu buchen. Natürlich wurde er nicht billiger sondern immer teurer und ich musste schlussendlich 200€ dafür bezahlen, naja – selbst schuld ;-)

Düsseldorf über Atlanta nach Las Vegas

Flug von Düsseldorf über Atlanta nach Las Vegas

 

Meine Fahrtroute inkl. Übernachtungen

Meine Fahrtroute inkl. Übernachtungen

Die Fahrtroute

Auf obigem Bild ist meine Fahrtroute inklusive der Übernachtungsorte eingezeichnet. Insgesamt bin ich in 10 Tagen rund 3.800km gefahren. Das hört sich zwar nach viel an, aber es fährt sich wirklich extrem entspannt auf den Highways. Im Schnitt waren das 3-4 Stunden Fahrt pro Tag, was ich durchaus in Ordnung finde. Los ging es von Las Vegas in einem Rundkurs über die Route 66 Orte Kingman und Seligman zum Grand Canyon, dann weiter nach Page, zum Monument Valley, wieder nach Page, zum Bryce Canyon, durch den Zion National Park und mit einem Abstecher in’s Valley of Fire wieder nach Las Vegas. Dann weiter durch das Death Valley hinauf vorbei am Mono Lake durch die Sierra Nevada über den Sonora Pass nach San Francisco. Die gesamte Strecke ist wirklich sehr entspannt zum Fahren und kein Vergleich mit den Verhältnissen in Deutschland. Tempomat rein und los geht das relaxte Cruisen! Man wird so gut wie nie überholt und muss auch selbst nie überholen. Selbst in San Francisco und Las Vegas traf ich nur auf rücksichtsvolle Autofahrer. Da mir schon bei der Planung klar war, dass ich viel fahren werde und auch vorhatte einige Nächte im Auto zu schlafen musste natürlich eine große Kiste her :-)

Entschieden habe ich mich dann für einen Chevrolet Tahoe, ein wirklich gewaltiger SUV in dem es sich super relaxt fahren lässt. Allein die Mittelkonsole ist so groß, dass meine komplette Fotoausrüstung darin Platz fand (Spiegelreflex + 4 Objektive). Die Ledersitze sind super bequem und der Durchschnittsverbrauch von rund 11 Liter/100km ist für dieses Schiff mit V8-Motor voll in Ordnung. Leider war der Kofferraum nicht ideal um darin zu schlafen und für mich mit meinem 1,93cm doch etwas zu kurz. Die umgeklappte Fläche war zudem nicht ganz eben und an den Füßen musste ich immer etwas auspolstern. Die dritte Sitzreihe besteht aus zwei Sitzelementen, welche ich zum Schlafen auf den Beifahrersitz gelegt habe. Schräg konnte ich dann aber gut darin schlafen und mit Isomatte und Schlafsack war es auch nicht anders als im Zelt, zudem kann man sich einfach reinlegen und muss nichts aufbauen. Gebucht habe ich das Auto über sunshineflights.de, Herr Weidinger ist super nett und hat mir am Telefon auch noch tolle Tipps bzgl. der Fahrtroute gegeben.

Der Tahoe von vorne

Der Tahoe von vorne

Der Innenraum

Der Innenraum

Im Monument Valley

Im Monument Valley

Objektivhalter ;-)

Objektivhalter ;-)

Auf dem Sonora Pass

Auf dem Sonora Pass

Schlafen im Kofferraum des Chevrolet Tahoe

Schlafen im Kofferraum des Chevrolet Tahoe

Der Abflug

Los ging es also am 09. Juni mitten in der Nacht um 01:26 Uhr vom Stuttgarter Hauptbahnhof mit dem Nachtzug CNL 418 nach Düsseldorf. Schlafen im Großraumabteil des Zugs war so gut wie nicht möglich, mehr wie 30 Minuten am Stück habe ich glaube ich nicht geschlafen. Mindestens fünf Leute schnarchen durcheinander und die Luft ist aufgrund der menschlichen Ausdünstungen zum Schneiden dick ;-)

Ankunft am Düsseldorfer Flughafen um 06:27 Uhr, Abflug um 09:20 Uhr mit einer Boeing 767 von Delta Airlines. Beim Check-In und auf dem Flug gab es keine Probleme, Ankunft in Atlanta um 13:10 Uhr Ortszeit, in Deutschland ist es nun schon 19:10 Uhr. In der Economy Class der Boeing 767 lässt es sich auch mit meinen 1,93cm einigermaßen aushalten und ich konnte ein paar Stunden schlafen. Der Service von Delta war auch in Ordnung, das Essen gut und ständig gab es etwas zu trinken. Über den Flughafen von Atlanta habe ich im Vorfeld einiges schlechtes gelesen, was ich so aber nicht bestätigen kann. Von den riesigen Ausmaßen des Flughafens bekommt man eigentlich gar nichts mit, da man sich nur im Untergrund bewegt. Das Flughafenpersonal war sehr nett und hat die Reisenden mit einigen Scherzen aufgeheitert. Die Immigration war auch problemlos. Ich wurde gefragt was ich in den USA mache, wie lange ich hier bin, wo es hingeht, wie lange ich Urlaub habe, was ich arbeite und wann ich in Deutschland wieder anfangen muss zu arbeiten ;-)

Um 16:36 Uhr Ortszeit ging es mit einer Boeing 757 weiter nach Las Vegas. Im Flugzeug herrschte eine tolle Vorfreuden-Atmosphäre, ich war wohl nicht der Einzige, der zum ersten Mal nach Las Vegas fliegt. Der Flugbegleiter war total lässig und begrüßte die Passagiere erstmal mit „Yo guys, welcome to our flight to Laaas Veeeeeeeeeegas“ und das ganze Flugzeug ist am Gröhlen :-D Ich konnte es immer noch nicht glauben, dass ich nun wirklich nach Las Vegas fliege! Um 17:55 Uhr Ortszeit landeten wir in Las Vegas, in Deutschland war es nun schon wieder 3 Uhr nachts. Entsprechend müde war ich und ging nach dem Abholen des Gepäcks direkt zum Mietwagenschalter von Alamo. Der Mitarbeiter begleitete mich in’s Parkhaus und ich war zum ersten Mal an der frischen Luft. Und es war – heiß! Und schwül. Und heiß! Unglaublich. In der Choiceline standen nur ein weißer Tahoe, dessen Schlüssel auf dem Armaturenbrett lag und er war abgeschlossen. Ich musste kurz warten, bis ein Mechaniker kam, lud dann mein Gepäck ein und fuhr los. Aus dem Parkhaus raus, auf die Straße, und – GÄNSEHAUT – ICH BIN IN VEGAS – ein unglaubliches Glücksgefühl!!! Es war überwältigend! Jetzt geht es los!

Nachdem ich mein Hotel, das „Gold Spike Hotel & Casino“ gefunden hatte ging ich noch kurz rüber zur Fremont Street und dann früh schlafen. In Deutschland war es nun schon 7 Uhr morgens, da macht der Körper irgendwann schlapp ;-)

Zeitvertreib am Gepäckband

Zeitvertreib am Gepäckband

Fremont Street Experience

Fremont Street Experience

Der erste Morgen

Da die Übernachtung ohne Frühstück war ging es morgens direkt los. Als ich gerade vom Parkplatz runter war fuhr ich erstmal in falscher Richtung in eine Einbahnstraße. Als ob das nicht schon genug wäre steht natürlich auf der anderen Seite der Kreuzung ein Polizeifahrzeug. Der Cop schaltet natürlich gleich das Blaulicht an und fährt auf mich zu. Mir sackt das Herz in die Hose und ich verfluche mich selbst, wer weiß was ich nun für eine Strafe aufgebrummt bekomme. Glück im Unglück – der Cop weist mich lediglich auf die Einbahnstraße hin – und fährt weiter. Puuuh.

Auf den Schock gibt’s erstmal ein fettes McDonalds-Frühstück mit Pancakes und danach geht’s auf zum Welcome to Las Vegas Schild. Das erste Mal an diesem Schild zu stehen, welches man schon etliche Male in Filmen gesehen hat, ist wirklich toll. Ich mache noch einige Fotos und fahre dann weiter in Richtung in Richtung meines ersten Etappenziels – dem Grand Canyon. Auf dem Highway 93 geht es zuerst vorbei am Hoover Dam Richtung Süden nach Kingman. Von Kingman kann man bis Seligman auf der alten Route 66 fahren. Da dieses Stück aber landschaftlich nicht so toll sein soll, lass ich es aus und fahre direkt nach Seligman. Dort herrscht noch richtige Route 66 Atmosphäre und es stehen einige tolle US Oldtimer am Straßenrand.

Welcome to Fabulous Las Vegas!

Welcome to Fabulous Las Vegas!

Irgendwo auf dem Highway 93

Irgendwo auf dem Highway 93

An der Route 66 in Seligman

An der Route 66 in Seligman

Route 66

Route 66

An der Route 66 in Seligman, Arizona

An der Route 66 in Seligman, Arizona

Grand Canyon

Gegen späten Nachmittag komme ich am Eingang zum Grand Canyon National Park an und kaufe einen National Park Year Pass. Danach fahre ich kurz auf den Campingplatz, auf dem ich heute im Auto übernachten will und informiere mich kurz wie viel es kostet. Den Campingplatz hatte ich mir vor Abreise rausgesucht, er heißt Ten-X Campingground und man zahlt pro Wagen $10. Anschließend geht es weiter zum South Rim, Auto parken und ab zum Rand des Canyons. Die Aussicht ist wirklich gewaltig und überwältigend – man kommt sich plötzlich ganz klein vor. Nachdem ich etliche Fotos geschossen habe und eine Weile am Rand in der Sonne gesessen bin fahre ich noch etwas durchs Grand Canyon Village und postiere mich dann für den Sonnenuntergang am Yavapai Point Aussichtspunkt.

Über den ganzen Aussichtspunkt verteilt stehen ca. 150 Leute und etliche Stative – etwas zu viel Trubel für meinen Geschmack. Zuerst sieht es so aus als würden dicke Wolken die Sonne verdecken, zum Glück bleibt aber nur ein dünnes Wolkenband stehen und der Sonnenuntergang wird gigantisch! Als es dunkel wird gehe ich noch schnell in Tusayan etwas essen und suche mir dann auf dem Campingplatz ein schönes Plätzchen, die erste Nacht im Wagen steht an. Da ich die dritte Sitzreihe nicht beim Autovermieter lassen konnte muss diese erstmal raus und wird auf dem Beifahrersitz verstaut. Die zweite Sitzreihe lässt sich zwar doppelt umklappen, dennoch ist der Kofferraum für meine 1,93 nicht lang genug. Diagonal geht es dann aber ganz gut und ich kann mich komplett ausstrecken, gute Nacht ;-)

Der Grand Canyon - WOW!

Der Grand Canyon

Einfach toll :-)

Einfach toll :-)

Beeindruckende Sicht

Beeindruckende Sicht

Sonnenuntergang am South Rim des Grand Canyon

Sonnenuntergang am South Rim des Grand Canyon

 Mehr Bilder vom Grand Canyon gibt es hier!

Grand Canyon und Antelope Canyon

Am nächsten Morgen geht es direkt wieder Richtung South Rim zum Sonnenaufgang. Ein Vorteil, wenn man im Auto schläft, man muss nichts zusammenpacken. Mein Zeitplan passt leider irgendwie gar nicht, die Sonne ist schon aufgegangen und ich bin etwas zu spät dran. Trotzdem ist das Panorama (geschossen um 06:23 Uhr) bei glasklarer Luft der absolute Wahnsinn! (siehe Foto) Ein Vorteil der frühen Stunde ist definitiv, dass man komplett alleine ist. Kein Geräusch, kein Lüftchen, einfach nur dasitzen und genießen!

Nach ca. 2 Stunden fahre ich weiter Richtung Osten. Ursprünglich hatte ich vor direkt zum Monument Valley zu fahren, da es aber noch so früh ist, fahre ich einen Schlenker über Page und melde mich für die Mittagstour (dann gibt es die berühmten Sunbeams) zum Upper Antelope Canyon an.

Da ich noch etwas Zeit habe gurke ich noch in Page rum, hole Geld, esse etwas, sehe einen original gelben amerikanischen Schulbus und fahre dann wieder zum Canyon. Damit man überhaupt aufs Gelände darf bezahlt man erstmal $6 Navajo Fee und dann nochmal $25 für den Guide. Danach wird man in einem klapprigen Jeep durch ein ausgetrocknetes Flussbett zum Eingang des Canyons geschüttelt. Die Federung der Jeeps ist extrem weich und nach jedem Schlagloch fliegt der ganze Touri-Trupp 30 cm in die Luft, die Stimmung ist entsprechend gelassen ;-)

Im Canyon folgt dann Ernüchterung, es ist zwar schön, aber VOLL! Der Guide hat Mühe damit, unsere Gruppe zusammenzuhalten und ca. 10 Gruppen rennen kreuz und quer durch den Canyon. Ich komme kaum dazu mein Stativ ordentlich aufzubauen und habe immer nur wenige Sekunden Zeit um ein Foto zu machen. Ständig läuft jemand durchs Bild oder rempelt einen an. Dann zieht auf einmal eine Windböe durch den Canyon und es regnet Sand. Fiesen Sand! Meine Kamera und das Objektiv bekommen die volle Ladung ab – sogar heute finde ich immer noch ab und zu ein Sandkörnchen. Die Sunbeams sind spektakulär, allerdings nicht einfach zu fotografieren, da schon 800 andere Stative im Raum stehen und man fast keinen Platz hat. Nach ca. 2 Stunden geht es mit dem Jeep wieder auf die Holpertour zurück zum Parkplatz. Auf dem Weg kommen wir an einem brennenden (!) anderen Tour-Jeep vorbei, welcher komplett in Flammen steht (siehe Video). Man beachte im Video die Aussage meines Nebensitzers, eines älteren sehr lustigen Puerto Ricaners („you smell barbecue?“), hahaha.. äh ja. Die Insassen des Jeeps waren aber alle wohlauf und ein Krankenwagen zur Sicherheit war auch schon da.

Grand Canyon Panorama bei Sonnenaufgang

Grand Canyon Panorama bei Sonnenaufgang (WOW!)

Alles moins

Alles moins

Upper Antelope Canyon, Page, Arizona

Im Upper Antelope Canyon

 Mehr Bilder vom Antelope Canyon gibt es hier!

Monument Valley

Nach dem Antelope Canyon mache ich mich auf den Weg ins Monument Valley. In Kayenta tanke ich nochmal voll und – oh Schock, meine VISA wird nicht akzeptiert. Gut, dass ich vor der Reise noch eine Mastercard besorgt habe. Das war aber auch das einzige Mal, ansonsten hat die VISA immer einwandfrei funktioniert.

Die Fahrt auf dem schnurgeraden Highway Richtung Monument Valley ist absolut beeindruckend. Zuhause hatte ich mich schon informiert, wo das berühmte Stück des Highways ist, welches auch im Film Forrest Gump vorkommt (Bild oben in der Mitte). Etliche Male habe ich diese Straße schon in Filmen und auf Fotos gesehen und jetzt bin ich selbst hier – fast! Die Vorfreude steigert sich ins Unermessliche. Da ich in die entgegengesetzte Richtung fahre schaue ich ständig in den Rückspiegel. Und dann kommt sie schließlich, die letzte Kurve, die Straße führt bergab in eine Senke und in dem Moment weiß ich – DAS IST ES!! Mit Gänsehaut fahre ich die letzten Kilometer, drehe um, halte an und – WOOOOOOOOOOOOOOW ICH BIN DA!!! Einfach der Wahnsinn :-)

Nachdem ich mich satt gesehen und zig Fotos gemacht habe fahre ich wieder zurück, zahle die $10 für den Campingplatz und starte den Valley Drive. Der Valley Drive ist eine 17 Meilen lange Schotterstrecke, welche in einem Rundkurs durch das Tal führt. Mit einem SUV ist die Strecke gut zu machen, einige Stellen sind aber schon etwas haarig. Einige andere abgebrühte Touristen fahren auch mit normalen PKWs. Die Fahrt lohnt sich aber definitiv, es gibt sehr viel zu sehen. Kurz vor dem Sonnenuntergang ist das Licht einfach traumhaft. Ich bin leider ca. 1 Stunde zu spät unterwegs und viele Stellen liegen schon im Schatten.

Nach der Rundfahrt muss ich noch etwas zu Essen organisieren – nur, was gibt es denn hier überhaupt? Nicht viel wie ich merke. Auf der anderen Seite des Highways befindet sich die Gouldings Lodge, zu der ich mal hinfahre, ohne zu wissen was es da überhaupt gibt. Zum Glück gab es einen Supermarkt, welcher noch 10 Minuten offen hatte. Abendessen: 2 furztrockene Blueberry Muffins und Bier, mmmmhhhhhhhhhh.

Aber in dieser Landschaft braucht man nichts zu essen, auf dem Campingplatz (Schotterfläche mit Dixie-Klo) hat man einen spektakulären Blick auf die drei Buttes. Jedem, der einen Besuch im Monument Valley plant, kann ich nur empfehlen auf jeden Fall eine Nacht dort zu übernachten, am besten auf dem Campingplatz. Die Stimmung ist absolut beeindruckend, dies war eine der schönsten Nächte!

Destination: Monument Valley

Destination: Monument Valley

Monument Valley Highway

Monument Valley Highway

Merrick Butte im Monument Valley

Monument Valley Highway

Sonnenuntergang im Monument Valley

Sonnenuntergang im Monument Valley

 Mehr Bilder vom Monument Valley gibt es hier!

Sonnenaufgang im Monument Valley

Wer den Sonnenaufgang im Monument Valley sehen will – !!! Und mir fällt kein Grund ein warum den jemand nicht sehen wollen würde !!! – muss früh aufstehen. Im Juni um ca. 04:30 Uhr bzw. 05:30 Uhr, da das Monument Valley eine Stunde weiter ist, aber wer stellt da schon die Uhr um – *gähn*. Wer das verpasst, dem kann man auch nicht mehr helfen – WAS FÜR EIN SONNENAUFGANG!

Dem widme ich sogar einen eigenen Kasten hier – Schluss und Aus!

Sonnenaufgang im Monument Valley

Sonnenaufgang um 04:57 Uhr – Traumhaft!

Just Cruising

Im Chevrolet Tahoe fühlt man sich wie im Wohnzimmer und durch Automatik und Tempomat fährt es sich quasi von selbst. Da hat man während der Fahrt viel Zeit und dabei kamen so einige Videos raus ;-)

Lower Antelope Canyon und Horseshoe Bend

Da ich im Monument Valley so früh aufgestanden bin, war ich schon um 9 Uhr in Page und machte mich gleich auf zum Lower Antelope Canyon. Sofern man ein Stativ dabei hat, zählt man als „Photographer“, unterschreibt, dass man die Fotos nicht kommerziell verkaufen möchte, und darf dann für 2 Stunden ohne Guide in den Canyon. Die anderen Besucher dürfen nur eine Stunde mit Guide rein.

Im Gegensatz zum Upper Antelope Canyon gibt es hier sehr viel weniger Gruppen und schon nach 5 Minuten ist man ganz für sich und kann sich Zeit lassen. Ab und zu trifft man mal einen der anderen Fotografen, hält etwas Small-Talk und schon ist man wieder allein. Der Lower Antelope Canyon steht seinem Upper-Bruder in Nichts nach, Sunbeams gibt es zwar auch, diese sind aber nicht so spektakulär. Es gibt einige sehr enge Stellen, durch die man sich durchquetschen muss und manchmal muss man sogar eine kleine Klettereinlage einlegen. Der Canyon windet sich in unzähligen Kurven und Senken durch das Gestein. Egal wo man hinschaut, es gibt immer neue Fotomotive. Nach einer Weile komme ich mit einer Gruppe älterer Amerikaner ins Gespräch. Sie sind sehr interessiert, fragen wo ich herkomme, wie man im Auto schlafen kann, wo ich schon war, wo ich noch hin möchte, etc. Alle 10-15 Minuten treffen wir uns wieder und halten immer ein kleines Schwätzchen :-)

Die Zeit im Canyon vergeht wie im Flug und schwupps sind zwei Stunden vergangen. Wer zu spät zurückkommt, zahlt drauf. Um 11:40 Uhr, nach genau zwei Stunden bin ich wieder am Tickethäuschen und es ist gefühlte 30°C heißer als vorher, die Sonne gibt ihr bestes. Da ich keinen Sonnenschutz für den Kopf dabeihabe fahre ich kurz zum Wall-Mart – die breiten Gänge und das riesige Sortiment faszinieren mich. Zur Kappe kommen dann noch 3 kurze Hosen und ein T-Shirt dazu, alles spottbillig, ich bin begeistert. Gegen halb 2 komme ich am „Horseshoe Bend“ an, eine Biegung des Colorado, welche die Form eines Hufeisens hat. Das Licht ist um die Mittagszeit ideal, da die Sonne dann direkt in den Canyon scheint. Morgens und Abends liegt er im Schatten. Am Rand der Klippe zu stehen und in den Canyon hinabzuschauen ist schon sehr beeindruckend. Ich sitze noch eine Weile am Rand, lasse mich von der Sonne brutzeln und laufe dann zurück zum Auto.

Als dritter und letzter Programmpunkt steht heute noch ein gelber unbenannter Berg an. Über diesen habe ich im Internet gelesen und die Fotos haben mich so fasziniert, dass ich da unbedingt hinwollte. Leider gab es nur eine sehr vage Wegbeschreibung, welche mir zum Verhängnis werden sollte. Um den Berg zu erreichen soll man anscheinend einige Meilen Richtung Nordwesten fahren, dann an einem bestimmten Meilenmarker rechts abbiegen und einer Schotterstraße für zig Meilen folgen. Bevor ich mich in dieses Abenteuer stürze fahre ich noch kurz zur Rangerstation und frage ob die Straße befahrbar ist und ob man diesen ominösen Berg kenne. Ich ernte lediglich Unverständnis und mache mich dann auf und davon. Wäre doch gelacht, wenn ich den nicht finde. Die Abbiegung zur Schotterstraße finde ich recht schnell, die anschließende Fahrt zieht sich aber hin. Etliche Meilen geht es über die Rumpelpiste nach Norden, kein Mensch kommt mir entgegen. Irgendwann soll man auf einen Parkplatz treffen und dort das Auto abstellen.

Den Parkplatz finde ich noch, dann lässt mich die Wegbeschreibung allerdings im Stich. Nachdem man einem kleinen Pfad gefolgt ist soll man ein Flussbett queren und dann dem Pfad weiter folgen. Gut, nur das da kein Pfad mehr war. Ich suche eine Weile herum, finde aber nichts Pfad-ähnliches. Da ich so schnell nicht aufgebe kraxle ich noch ca. eine Stunde durch den Busch und ein Stück den Berg hinauf, finde aber nichts. Zu allem Überfluss schürfe ich mir noch das Schienbein an einem Felsen auf (ist heute noch nicht ganz verheilt) und gebe dann entnervt auf. Auf dem Rückweg werde ich wieder durchgeschüttelt wie ein Martini. Ich bin müde, hungrig, verschwitzt, und die Straße nervt. Ich beschließe, mir nach diesem anstrengenden Tag ein Motel zu nehmen.

Nachdem ich einige Motels abgeklappert habe, die mir alle zu teuer sind, finde ich nach einiger Suche das Budget Inn, welches seinem Namen alle Ehre macht. Mit umgerechnet 45€ preislich ok, aber das Fernsehbild rauscht extrem, im Bad krabbeln Ameisen und die Klimaanlage hat sicher 50 Jahre auf dem Buckel. Das Teil macht einen Höllenlärm (einige Tage später wird sie in Lone Pine allerdings noch übertroffen) und kühlt nur sehr schlecht. Egal, Hauptsache eine Dusche und ein Bett. Nach dem Duschen fühle ich mich wie neu geboren, hole mir eine Pizza bei Pizza Hut, esse auf dem Bett und schaue verschneites Men in Black.

Enger Einstieg in den Canyon

Enger Einstieg in den Canyon

Lower Antelope Canyon

Lower Antelope Canyon

Horseshoe Bend Panorama, Colorado River, Arizona

Horseshoe Bend Panorama

Der Radaubruder

Der Radaubruder

Im Budget Inn

Im Budget Inn

Toadstool Hoodoos und Fahrt zum Bryce Canyon

Heute schlafe ich mal aus und mache mich erst gegen halb 9 auf den Weg. Der Bryce Canyon wartet! Zuvor stehen allerdings noch die „Toadstool Hoodoos“ an, Gesteinssäulen aus Kalkstein, welche durch den Wind geformt wurden. Oben auf den Hoodoos liegt ein „Hütchen“, härteres Gestein, welches durch den Wind nicht so leicht abgetragen werden kann. Die Hoodoos sind sehr einfach zu finden. Direkt neben dem Highway 89 Richtung Kanab befindet sich ein Parkplatz mit einem Infoschild. Man läuft ca. 15-20 Minuten durch ein ausgetrocknetes Flußbett hinein in eine fantastische Landschaft. Die Sonne hat auch heute kein Erbarmen. Die Hoodoos sind faszinierend, manche sehen so zerbrechlich aus, als würden sie gleich einstürzen. Beim ersten Hoodoo bemerke ich, wie eine Familie neben mir deutsch spricht. Ich frage den Vater „Sind sie auch deutsch?“ (wie geistreich). Zurück kommt „Hmmhm jaa“ und er läuft weg. Tss, Deutsche.

Weiter geht es links um einen Hügel herum in ein Gebiet mit ca. 15 verschiedenen Hoodoos, keiner gleicht dem anderen. Oben auf dem Berg gönne ich mir erstmal ein eisgekühltes 7-Up. Auf dem Weg zurück treffe ich die Amerikaner aus dem Lower Antelope Canyon von gestern wieder und wir laufen zusammen zurück. Wieder unterhalten wir uns ewig über die verschiedensten Dinge und trennen uns dann am Parkplatz, vielleicht sieht man sich ja wieder.

Als nächstes steht die Fahrt zum Bryce Canyon auf dem Plan, gerade mal läppische 100 Meilen. On the road again! Die Fahrt hinauf zum Bryce Canyon ist absolut spektakulär. Raus aus der Wüste geht es immer weiter hinauf und auf einmal sieht es aus wie in den Voralpen. Grasende Kühe, kleine Seen, saftige Wiesen, typische kleine amerikanische Orte, in denen Oma und Opa auf der Hollywoodschaukel vor dem Haus sitzen. Ich bin begeistert! Unterwegs halte ich etliche Male um alte verrostete Oldtimer aus den 50ern und 60ern zu fotografieren. So habe ich mir die USA vorgestellt. Ein Traum wird wahr.

Tolle Landschaft auf dem Weg zu den Toadstool Hoodoos

Tolle Landschaft auf dem Weg zu den Toadstool Hoodoos

Ein einsames Pflänzchen

Ein einsames Pflänzchen

Toadstool Hoodoo

Toadstool Hoodoo

Bryce Canyon

Gegen 15 Uhr komme ich im Bryce Canyon an und fahre zum ersten Aussichtspunkt, dem Sunset Point. Schon der erste Blick auf die Landschaft raubt mir den Atem. Was zum Geier, sowas kann es doch gar nicht geben! Hunderte von Hoodoos leuchten in der Sonne und ähneln Soldaten, die eine Formation, welche aussieht wie eine Burg, beschützen. Da ich nun auch endlich mal etwas laufen will und noch genug Zeit habe, beschließe ich auf irgendeinem Weg den Canyon hinunter zu laufen. Als ich sehe, wie steil sich der Weg hinunter schlängelt, graust es mir schon davor, da wieder hoch zu laufen. Gut, dass ich einen Rundweg laufen will und dann wo anders hoch muss. Nach dem Abstieg geht es durch eine enge Schlucht und weiter durch Nadelbäume und Hoodoos immer weiter hinunter. Unten angekommen will ich dem Rundweg folgen, erlebe aber eine böse Überraschung. Aus irgendeinem Grund ist der Aufstieg auf der anderen Seite gesperrt. Man kann zwar einen etwas weiteren Rundweg laufen, welcher allerdings mit 3-4 Stunden angegeben ist. Da es dafür schon zu spät ist, muss ich wohl oder übel den gleichen Weg wieder zurück! Ohje, also doch den Serpentinenweg wieder hoch… da kommt Freude auf ;)

Ich quäle mich also den Weg hoch und bin laut den Zeitdaten der Fotos nach einer Stunde schon wieder am Wagen. War das wirklich so? Leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern ;)

Nach der Miniwanderung geht es mit dem Auto weiter die Bryce Canyon Straße hinauf. An diversen Aussichtspunkten halte ich an, mache Fotos und schlängle mich immer weiter hinauf. Die Landschaft ist einfach grandios. Nach ca. 3 Stunden bin ich ganz oben auf dem Rainbow Point angekommen. Mittlerweile ist es 18 Uhr und die untergehende Sonne verbreitet ein geniales Licht. Zum richtigen Sonnenuntergang fahre ich zurück zum – wer hätte das gedacht – Sunset Point! Leider verspricht der Name etwas mehr als man tatsächlich geboten bekommt. Da die Sonne hinter dem Point im Rücken untergeht liegen 3/4 der Hoodoos leider schon im Schatten. Trotzdem zaubern die letzten Lichtstrahlen tolle Rot-, Braun- und Orangetöne.

Nach dem Sonnenuntergang fahre ich zurück zum Ausgang und sehe unterwegs zahlreiche Wapitiherden. Wie schön… In der Bryce Canyon City kaufe ich noch ein paar Souvenirs, esse bei Subway und fahre dann Richtung Campingplatz.

Den Campingplatz habe ich heute Mittag bei der Hinfahrt schon gesehen, so dass das Hinfinden bei Nacht kein Problem ist. Als ich dann allerdings ankomme – Schock! – die Zufahrt ist abgesperrt „Campsite is full!“. Mist, was jetzt? Einen anderen Platz finde ich nun im Dunkeln sicher nicht mehr. Dreistigkeit siegt? Ich umfahre die Absperrung und gurke 15 Minuten auf dem Platz im Kreis. Ja, Tatsache. Alles voll. Am Ausgang bleibe ich stehen, sitze im Wagen und denke nach. Irgendwo hinstellen? Auch blöd. Hier muss doch irgendwo ein Platzwart sein. Nach weiteren 5 Minuten kommt tatsächlich der Platzwart und ich frage ihn, ob er noch ein kleines Plätzchen für meine Kiste hat. Klar, sagt er, da findet sich schon was. Da ich ja im Auto penne und kein Zelt aufbauen muss alles kein Problem. Nachdem wir ein nettes ebenes Plätzchen gefunden haben richte ich meine Kofferraumschlafstätte ein und lege mich schlafen. Hach, diese Nächte sind einfach am schönsten…

Runter geht's - und wie!

Runter geht’s – und wie!

Bryce Canyon im Sonnenuntergang

Bryce Canyon im Sonnenuntergang

Goldmantel-Ziesel

Goldmantel-Ziesel

Zion National Park und Valley of Fire

Morgens mache ich mich wie immer früh auf den Weg und bin schon um 07:30 Uhr im Zion National Park. Der ist zwar ganz schön, haut mich aber irgendwie nicht so richtig vom Hocker. Einige Tage zuvor hatten mir ein paar Amerikaner gesagt, ich solle unbedingt im Zion zum Aussichtspunkt Angels Landing gehen. Leider finde ich heraus, dass man zum Startpunkt der Wanderung wohl nur mit dem Shuttlebus kommt. Da ich darauf irgendwie keine Lust habe und die Vorfreude auf Las Vegas zu groß ist lasse ich den Zion schnell hinter mir. Der kommt dann halt nächstes Mal dran. Unterwegs fahre ich zum ersten Mal durch einen Drive-In Geldautomaten, sehr cool ;)

Pünktlich zur größten Mittagshitze um Punkt 12:00 Uhr komme ich am Eingang des Valley of Fire an, zahle die $10 Eintritt und laufe erstmal zum Elephant Rock. Wenn man den Felsen nicht selbst gesehen hat, kann man kaum glauben, dass es sowas wirklich gibt… Wie zum Geier kann die Natur eine solche Form erschaffen? Wirklich unglaublich. Beim Rumklettern am Elefantenfels schwitze ich was das Zeug hält und fühle mich schon 30 Minuten total ausgetrocknet. Zurück im Auto gehe ich fast ein – Gott, ist das heiß hier. 40°C im Schatten zeigt das Thermometer. Im Internet habe ich von einer kleinen „Wave“, einer wellenförmigen Felsstruktur gelesen, welche es hier geben soll. Hoffentlich habe ich diesmal mehr Glück als bei der Suche nach dem gelben Berg bei Page… Gegen 14 Uhr parke ich das Auto auf einem Parkplatz und folge der Wegbeschreibung. Die Wave ist dann eigentlich recht einfach zu finden, man muss nur einem schon recht ausgelatschten Pfad folgen. Die wellenförmige Struktur ist sehr beeindruckend und ein schönes Fotomotiv. Zur Mittagszeit ist das Licht leider nicht ideal, aber man kann ja nicht alles haben ;)

Nach ca. einer Stunde wird die Hitze unerträglich. Zum Fotografieren lege ich die Sonnenbrille kurz ab und verbrenne mir beim Wiederaufziehen fast das Gesicht. Das Gehäuse der EOS 7D ist so heiß, dass man es kaum anfassen kann. Bevor ich endgültig zerfließe laufe ich zurück zum Auto. 42°C, uuaaahh, leichtes Kopfweh breitet sich aus, Klimaanlage Vollgas! Obwohl ich nur ca. eine Stunde unterwegs war bin ich total erledigt.

An der ersten Tankstelle kaufe ich mir erstmal eine eiskalte Sprite und komme mit einem Amerikaner ins Gespräch. Unglaublich heiß sei es, sage ich. Er lacht, „you should come back in August, THEN it’s hot“. Ich brauche noch mehr Sprite…

Gegen 15 Uhr komme ich am Hotel in Las Vegas an. Aus dem eisgekühlten Auto raus – ZACK HITZESCHOCK – im Laufschritt ins eisgekühlte Hotel – aaaaaaaahh jaa. Im Hotelzimmer bin ich so erledigt, dass ich nach dem Duschen erstmal 3 Stunden schlafe. Die Hitze macht einen fertig.

Die farbenfrohe "Rainbow Vista"

Die farbenfrohe „Rainbow Vista“

Hitzeflimmern im Valley of Fire

Hitzeflimmern im Valley of Fire

Die Fire Wave

Die Fire Wave

Der Elephant Rock

Der Elephant Rock

Heiß? Heeeeiiiiß!

Heiß? Heeeeiiiiß!

Drive-In Geldautomat

Drive-In Geldautomat

Las Vegas

Nachdem ich mich im Hotel ausgeschlafen habe, wache ich gegen 18:30 Uhr wieder auf. Der Mittagsschlaf tat auf jeden Fall gut, die Hitze heute Mittag hat mich total fertig gemacht. Ich packe meinen Krempel zusammen und frage mich, ob es draußen immer noch so heiß ist. Beim Verlassen des wohl klimatisierten Hotels schlägt mir sofort wieder die Hitze entgegen – man läuft wie gegen eine Wand. Immer noch so heiß? Ha! „Wäre doch gelacht“, schreit mir die Sonne ins Gesicht.

Nun ist allerdings die ideale Zeit, um auf dem Stratosphere Tower Las Vegas von oben sowohl bei Tag, als auch bei Nacht sehen zu können. Da mein Hotel nur ein paar Blocks vom Stratosphere Tower entfernt liegt, dauert die Fahrt nur ca. 5 Minuten. Ich parke, kaufe ein Ticket für den Turm und stelle mich in der Schlange an. Das Stativ muss leider im Auto bleiben, da man es nicht mit hoch nehmen darf. Nach einigen Minuten geht es mit dem Aufzug nach oben. Dort ist es natürlich auch nicht kühler, dafür aber leicht windig – so lässt es sich aushalten. Die Sicht ist wirklich spektakulär. Das Timing war ideal, nach ca. einer Stunde geht die Sonne um 19 Uhr unter. Nun bietet sich einem ein toller Blick über die glitzernde Farbenpracht von Las Vegas‘ Nachtwelt. Ohne Stativ sind Nachtaufnahmen fast unmöglich. Zum Glück stehen aber auf dem Turm solche Aussichtsferngläser, auf dem sich die Kamera ablegen lässt. Das ist zwar nicht optimal, aber mit etwas Geduld bekommt man einige gute Fotos hin.

Nachdem ich mich satt gesehen habe, verlasse ich den Turm gegen 21 Uhr. Nun gehts ab auf den Strip. Da man in jedem Casino kostenlos parken kann sollte die Parkplatzsuche ja nicht besonders lange dauern. Denkste! Die Riesenkiste von Chevrolet Tahoe ist mit Gepäckträger zu hoch für die meisten Parkhäuser! Nachdem ich ca. 5 Parkhäuser abgeklappert habe und mich einige Japaner auslachen, als ich vor der Höhenschranke am Parkhaus nicht weiterkomme, bin ich leicht angesäuert. Kurz bevor ich aufgeben will und vom Hotel mit dem Bus in die Stadt fahren will probiere ich noch das Bellagio aus. Und siehe da – keine Höhenbeschränkung! Himmel nochmal, endlich passt das Mistding rein. Sage und schreibe 1.5 Stunden habe ich verplempert, nun ist es schon 22:30 Uhr. Aber egal, Las Vegas schläft ja nicht. Raus auf den Strip. Erstmal eine Weile die Wasserfontänen am Bellagio anschauen und fotografieren. Ich mache ca. 50 Fotos von den Fontänen – alle Schrott, bis auf das unten in der Mitte. Etwas Glück gehört halt auch dazu ;-) Nach den Fontänen mache ich einige Fotos vom Strip vor dem Eiffelturm und danach vom Caesars Palace Casino. Unterwegs werde ich immer wieder von Amerikanern angesprochen und unterhalte mich über dies und das – die Zeit vergeht wie im Flug. Um Punkt Mitternacht erwische ich gerade noch den letzten Ausbruch des „Vulkans“ am Mirage. Die Fotos werden allerdings nix. Danach gehts weiter zum The Venetian, in dessen Kanälen allerdings momentan kein Wasser ist – schade. Auf der anderen Seite vom Strip laufe ich wieder zurück und werde langsam müde. Der heutige Tag war doch etwas zu viel, muss ich mir eingestehen. Nächstes Mal wird auf jeden Fall mehr Zeit für Las Vegas eingeplant.

Mehr Bilder von Las Vegas gibt es hier!
Glitzernde bunte Nachtwelt

Glitzernde bunte Nachtwelt

Die Fountains of Bellagio

Die Fountains of Bellagio

Las Vegas Caesars Palace

Las Vegas Caesars Palace

Death Valley

Am nächsten Morgen geht es weiter in Richtung Death Valley. Davor aber erstmal Pancakes bei McDonald’s zum Frühstück – mjam. 30 Minuten irre ich noch in Las Vegas umher und finde nicht aus der Stadt raus. Jede Kreuzung sieht identisch aus, Wegweiser gibt es keine. Schließlich finde ich den Highway 160 und fahre durch die Wüste Richtung Pahrump. In Pahrump geht es dann links ab auf den Highway 178 Richtung Shoshone. Ich bin gespannt, wie heiß es im Death Valley sein wird. In Shoshone stocke ich noch meinen Wasservorrat auf und kaufe ein paar Kleinigkeiten zu Essen. Danach geht es auf dem Highway 178 am Willkommensschild des Death Valley National Park vorbei hinein in’s Tal des Todes. Nachdem man einen kleinen Hügel passiert hat geht es immer weiter hinunter und es wird spürbar wärmer. Das Schild mit der Aufforderung die Klimaanlage abzuschalten ignoriere ich – der Tahoe wirds schon packen. Selbst bei voll aufgedrehter Klimaanlage brennt einem die Sonne auf den Bauch und man will sich gar nicht vorstellen wie heiß es außerhalb des Wagens ist. 44°C zeigt das Thermometer. Oha. Na das wird was…

Nach einiger Zeit rennt mir auf einmal ein Kojote vor den Wagen. Natürlich muss ich anhalten – wie bei jedem Tier – und die Kamera auspacken. Als ich aus dem Auto aussteige fühlt es sich an, als würde mir jemand eine heiße Herdplatte vor das Gesicht halten. Ich mache einige Fotos von dem Kojoten, verbrenne mir beim Aufstützen auf der Straße das Knie und die Hand und steige wieder ein. IST DAS HEIß!

Die Fahrt geht weiter Richtung Badwater, einer Salzebene am mit -88,5 Meter tiefsten Punkt von Nordamerika. 45°C, 46°C, 47°C. Jetzt ist aber gut! Ach was, insgeheim freue ich mich über jedes Grad – Hiiiiiiiiiiiiiiitze pur :-) In Badwater angekommen zeigt das Thermometer 49°C während der Fahrt. Ich schalte den Motor ab, schnaufe einmal durch – und steige aus. ZACK. Wer hat den Backofen offen gelassen? Kann mal bitte jemand den Fön wegnehmen? Was für eine Hitze. Unvorstellbar. Trotzdem laufe ich ein Stück hinaus auf die Salzebene. Viel zu sehen gibt es allerdings nicht. Die eigentliche Sehenswürdigkeit bzw. „Spürenswürdigkeit“ ist die unglaubliche Hitze. Der Boden flimmert, hier überlebt nichts. Ohne Wasser wäre man hier innerhalb einiger Stunden tot.

Wieder am Auto angekommen trifft mich innen fast der Schlag. Keine Ahnung wie viel Grad es innen hat, erstmal Klimaanlage an und draußen warten. Ich fahre weiter Richtung Furnace Creek. Leider habe ich heute morgen irgendwie zu viel Zeit verplempert und es ist schon 16 Uhr. An der großen Sanddüne mache ich nochmal kurz Halt – bei immer noch 46°C. Leider sind mittlerweile Wolken aufgezogen und das Licht ist zum Fotografieren ziemlich langweilig. Auf dem Highway 190 fahre ich Richtung Panamint Springs, dort gibt es einen Campingplatz. Panamint Spring liegt einige Höhenmeter höher und es soll dort einige Grad kühler sein.

Als ich dort ankomme ist es mit 40°C auch tatsächlich kühler – wow. Trotzdem habe ich keine Ahnung wie ich hier schlafen soll. Nach einigem Hin- und Herüberlegen beschließe ich, nach Lone Pine weiterzufahren und dort zu übernachten. Dadurch verpasse ich zwar einige Aussichtspunkte und die Dünen im Sonnenaufgang, aber naja… die sind dann nächstes Mal dran.

Die Fahrt Richtung Lone Pine ist sehr abwechslungsreich, die Landschaft ist toll, man fährt hoch und runter und hat ständig eine tolle Aussicht. An der Tankstelle hier kostet das Benzin $2 pro Gallone mehr und ist fast so teuer wie in Deutschland, zum Glück muss ich nicht tanken. Auf einer der Strecken bergab fängt auf einmal das Lenkrad beim Bremsen an stark zu rütteln. Nach einiger Zeit wird mir das unheimlich und ich halte an. Ich laufe also um’s Auto herum, schaue die Reifen an, die Bremsen, taste alles ab nach dem Motto:

Das erste vorbeikommende Auto hält an, zwei junge Amerikaner. Sie fragen mich ob alles in Ordnung sei. Ich erkläre ihnen was los ist und sie meinen, das Rütteln hätten sie auch, läge wohl am neuen Straßenbelag oder so. Na dann, kann’s ja weiter gehen. Ich bedanke mich und fahre weiter.

Gegen 18:30 Uhr komme ich in Lone Pine an und suche mir ein Motel. Das dritte wird es dann schließlich. Leider kann ich mich nicht mehr erinnern wie es hieß und was es gekostet hat ;-) Sollten aber nicht mehr wie $50 gewesen sein. Dementsprechend war auch der Zustand des Motels. Im Zimmer war es kochend heiß. Also erstmal durchlüften und Klimaanlage an. Das Teil schlägt in Sachen Lautstärke alle Rekorde. Es dröhnt, brummt, wackelt und bläst nur ein laues Lüftchen hinaus. Der Fernseher ist kaum zu verstehen. Egal. Nach dem Duschen fahre ich noch etwas durch Lone Pine – mit 1600 Einwohnern ein ziemliches Kaff – und esse bei Subway. Die nächste Ortschaft ist sowohl nach Süden als auch nach Norden 30 Kilometer entfernt, hier gibts also nicht viel zu tun ;-)

In Badwater

In Badwater

49°C

49°C

Selbst dem Kojoten ist es zu heiß

Selbst dem Kojoten ist es zu heiß

Die Absteige in Lone Pine

Die Absteige in Lone Pine

Alabama Hills, Mono Lake, Bodie und Sonora Pass

Am nächsten Morgen war ich mal wieder früh auf den Beinen, da ich zum Sonnenaufgang den Mobius Arch in den Alabama Hills fotografieren wollte. Dieser ist recht einfach zu finden. Man parkt auf einer kleinen Schotterfläche und folgt dem mit einem winzigen Schild markierten Pfad zum Arch. Gegen 06:30 Uhr bin ich dort und habe noch etwas Zeit bis zum Sonnenaufgang. Ich denke ich bin alleine, bis ich plötzlich das typische Auslösegeräusch einer anderen Kamera höre. Ein älteres amerikanisches Ehepaar ist ebenfalls schon fleißig am Fotografieren. Wir kommen ins Gespräch, reden über alles mögliche und fotografieren den Arch aus allen möglichen Winkeln. Die beiden sind schon in Rente und gehen nun ihrer Leidenschaft, dem Fotografieren und Reisen, ausgiebig nach. Unterwegs sind sie mit einem typischen amerikanischen Wohnmobil. Schon zweimal waren sie hier in den Alabama Hills, erzählen sie mir, und sind jedes Mal wieder aufs Neue begeistert.

Vor der Reise hatte ich mir eine Karte ausgedruckt, auf der sämtliche Arches in den Alabama Hills eingezeichnet sind. Die Bezeichnung Karte ist nicht ganz zutreffend, da im Prinzip nur eine schwarze Linie (die Schotterstraße) und ein paar Felsbögen mit Namen abgebildet sind. Angaben zu Entfernung oder Richtung sucht man vergebens. Ich frage also erstmal die beiden Amerikaner, ob sie hier noch mehr Felsbögen kennen. Sie verneinen und ich erzähle ihnen vom sogenannten „Octopus Arch“, welchen ich im Internet gesehen habe und der ziemlich beeindruckend aussieht. Wir beschließen, uns gemeinsam auf die Suche zu machen und fahren los. Als wir bereits aus dem Gebiet der Alabama Hills hinausfahren halten wir an und beratschlagen uns. Wir fahren wieder zurück und treffen dann auf einen anderen Amerikaner aus Oregon, der anscheinend hier mit seinem Zelt übernachtet hat. Der Typ ist allerdings völlig planlos und versucht ständig uns den Weg zum Mobius Arch zu erklären. Das wir den ja gar nicht suchen will ihm irgendwie nicht so recht einleuchten. Zurück bei unseren Autos beschließen wir die Suche sein zu lassen und unterhalten uns noch ein wenig. Nach einiger Zeit verabschieden wir uns und ich mache mich auf den Weg Richtung Norden, zum Mono Lake.

Die Fahrt führt durch das malerische Owens Valley entlang der Bergkette Sierra Nevada immer weiter den Berg hinauf. Am Mono Lake mache ich nur kurz Halt um mir die bizarren Kalktuff-Formationen anzusehen. Da mich die Gegend aber nicht unbedingt vom Hocker haut fahre ich ziemlich schnell weiter Richtung Bodie. Bodie ist eine Geisterstadt im Osten von Kalifornien an der Grenze zu Nevada. Das Gebiet ist ein State Park und kostet $10 Eintritt, welche sehr gut angelegt sind. Um nach Bodie zu gelangen fährt man auf dem Highway 395 Richtung Norden und biegt ca. 15 Meilen hinter dem Mono Lake rechts ab auf die Bodie Road, auf der es nochmal ca. 14 Meilen bis Bodie sind. Während die Straße anfangs noch asphaltiert ist, fährt man das letzte Stück auf Schotter, welcher aber auch mit einem normalen PKW gut zu befahren ist.

Bodie selbst besteht aus einer Ansammlung von alten Holzhäusern, in denen teilweise noch Zeitungen und Konservendosen von früher liegen (die Goldgräbersiedlung wurde 1930 aufgegeben). Wenn gerade mal keine anderen Besucher in der Nähe sind, das Holz im Wind knirscht und altes Metall quietscht, entsteht eine tolle Atmosphäre.

Nachdem ich mich satt gesehen habe tanke ich noch mal voll und esse einen Happen in einem Imbiss an der Straße. Da ich noch recht fit bin und es erst 16:30 Uhr ist beschließe ich heute noch über den Sonora Pass Richtung San Francisco zu fahren. Zuvor hatte ich im Internet gelesen, dass ich für den Tioga Pass zwei Tage zu früh dran bin, dieser öffnet erst übermorgen! Die Straße windet sich in unzähligen Senken und Kurven den Berg hinauf und es wird immer kühler. Auf dem Pass angekommen steige ich aus und laufe ein bisschen im Schnee herum. Nach einem ungläubigen Blick auf die Temperaturanzeige im Wagen (es hat nur 9°C !) werde ich mir erst der unglaublichen Gegensätze dieses Landes bewusst. Gestern war ich noch bei 40°C mehr im Death Valley und nun stehe ich hier im Schnee, einfach toll. Da ich immer noch in T-Shirt und kurzer Hose rumlaufe habe ich wohl etwas Hitze aus dem Tal des Todes mitgebracht ;)

Auf dem Weg hinunter kommt man an zahlreichen wunderschönen im Wald gelegenen Campingplätzen vorbei. Leider habe ich irgendwie schlecht geplant und habe nichts mehr zu Essen dabei. Da es auch nirgendwo etwas zu kaufen gibt fahre ich weiter den Berg hinunter. Zwei überfahrene Eichhörnchen später (keine Chance, die Tiere rennen im Kamikaze-Modus zwei Meter vor dem Auto auf die Straße :() halte ich an einem Mini-Supermarkt, in dem es absolut gar nichts gibt. Es bleibt mir also nichts anderes übrig als weiter zu fahren. Mittlerweile habe ich schon das kleine Städtchen Sonora passiert und bin wieder auf einem normalen Highway unterwegs. Da die Gegend immer städtischer wird mache ich mich schon mit dem Gedanken vertraut wohl noch ein Motel suchen zu müssen, da es hier wohl schwierig wird noch einen Campingplatz zu finden. Wie der Zufall es manchmal so will steht plötzlich rechts an der Straße ein Campingplatz-Wegweiser. Ich biege rechts ab und fahre 5 Meilen hinunter zum Tulloch Reservoir, an dem sich das Naherholungsgebiet South Shore Recreation Area befindet. Der Dame am Wärterhäuschen erkläre ich, dass ich gerne im Wagen schlafen würde und sie lässt mich nach bezahlten $12 durch. Es gibt sogar einen kleinen Minimarkt, in dem es ebenfalls kaum Essbares gibt. Schließlich kaufe ich mir irgendwas (was das war, habe ich wohl verdrängt, denn ich erinnere mich nicht mehr) und beziehe meinen Schlafplatz. Als es dunkel wird verlege ich noch den Autoschlüssel und suche geschlagene 30 Minuten im Dunkeln nach diesem Mistschlüssel, bis ich ihn schließlich im Auto zwischen den Sitzen finde… was für ein Tag!

Mehr Bilder von Bodie gibt es hier!
Der Mobius Arch in den Alabama Hills

Der Mobius Arch in den Alabama Hills

Windschiefes Haus in Bodie

Windschiefes Haus in Bodie

Hinterhof in Bodie

Hinterhof in Bodie

9°C

9°C

Schneewand

Schneewand

Das Tulloch Reservoir

Das Tulloch Reservoir

Fahrt über den Sonora Pass:

San Francisco

Die vergangene Nacht war sehr bequem und ich schlafe bis 08:30 Uhr. Da das schon die letzte Nacht im Auto war, bin ich etwas bedrückt. Kaum hat man sich an etwas gewöhnt, ist es schon wieder vorbei. Morgen geht es schon wieder nach Hause :(

Ich fahre zurück zum Highway und schleiche im Tran Richtung San Francisco. Die Landschaft ist nun nicht mehr so spektakulär und erinnert teilweise an Deutschland. Gegen 11:00 Uhr komme ich an der Bay Bridge an und – SCHOCK! – habe ich noch Dollarscheine für die Mautstation? Panisch suche ich das ganze Auto ab und habe tatsächlich NICHTS mehr, gibts denn das! Was zum Teufel! Jeder Fliegenschiss kann man in den USA mit Kreditkarte bezahlen, nur die Maut natürlich nicht! Wer weiß, was für Unsummen an Strafgebühr da nun auf mich zukommen. Mit jedem Meter Richtung Mautstation werde ich nervöser. Im Kabuff sitzt ein schlecht gelaunter Japaner, dem ich versuche Münzgeld anzudrehen. Er brabbelt irgendwas vor sich hin, nur Scheine bla bla und ich frage ihn was nun passiert. Die Kamera an der Station macht wohl ein Foto und ich bekomme dann Post – na klasse! So ein Mist aber auch.

Aber: Alles halb so schlimm, wie sich am Flughafen bei der Abgabe des Wagens dann herausstellte. Alamo hat wohl einen Vertrag mit der Mautfirma, ich muss keine Strafe zahlen und bekomme die Mautgebühr einfach von der Kreditkarte abgebucht. Puuh, hätte ich das mal vorher gewusst.

Die Fahrt über die Bay Bridge hinein nach San Francisco ist absolut beeindruckend. Ich fahre als erstes Richtung Flughafen um in meinem Motel (Travelodge Airport North) einzuchecken, welches ich schon von Deutschland aus gebucht hatte. Als nächstes geht es in die Stadt, erst mal zur bekannten Lombard Street. Abseits des Highway 1 ist der Verkehr in der Stadt ganz erträglich und man findet sich schnell zurecht. Oberhalb der Lombard Street finde ich schnell einen Parkplatz. Es wimmelt nur so von Touristen, der Verkehr muss von Polizisten geregelt werden. Wie es wohl für die Einwohner ist, die direkt an der Straße wohnen? Beim Rausfahren aus seiner Garage läuft man Gefahr gleich 10 Touristen auf einmal über den Haufen zu fahren ;-)

Auf der Hyde Street laufe ich runter Richtung Fisherman’s Wharf, um mir die Seelöwen an Pier 39 anzusehen. Da in San Francisco meistens ein kühler Wind vom Pazifik hereinweht ist es recht kühl. Es hat gerade mal 15°C. Die Seelöwen interessiert das herzlich wenig, sie strecken ihren Bauch in die Sonne und raufen ein bisschen. Nach zwei Stunden steige ich die mörderische Hyde Street wieder hinauf und fahre zur Golden Gate Bridge. Diese hängt leider in dicken Wolken und der eisige Wind ist ziemlich unangenehm. Nach einem Abstecher zu den Painted Ladies (leider ist es immer noch bewölkt und das Licht zum Fotografieren schlecht) fahre ich zurück zum Motel und esse im Denny’s zu Abend. Nach dem Essen geht es zurück zur Bay Bridge, um von Treasure Island aus die Skyline bei Nacht zu fotografieren. Die Abfahrt zu Treasure Island ist etwas ungewohnt, da man auf der unteren Fahrbahn der Bay Bridge auf der linken Spur links abbiegen muss ;-)

Als um 20:30 Uhr die Sonne untergegangen ist, gibt der Wind richtig Gas. Mein leichtes Velbon Reisestativ ist völlig überfordert mit EOS 7D + 100-400 und es gelingt mir nicht, ein scharfes Bild hinzubekommen. Als Alternative muss eine kleine Mauer herhalten, auf der ich die Kamera, unterstützt durch meinen Geldbeutel, positionieren kann. Ziemlich provisorisch, aber es hat ganz gut funktioniert (siehe Skyline-Bild unter dem Link „Mehr Bilder“). Weiter geht es zur Golden Gate Bridge, die ich auch noch fotografieren will. Leider sind die Fotos nicht so toll geworden, das Stativ ist dem Wind nicht gewachsen und es gibt keine Möglichkeit die Kamera irgendwo hinzulegen. Weit nach Mitternacht komme ich wieder im Motel an, das letzte Mal schlafen :-(

Am nächsten Tag bin ich ziemlich unmotiviert, da am Abend der Heimflug ansteht und so langsam der Alltag die Urlaubsstimmung verdrängt. Nach der Ankunft in Düsseldorf geht es gleich weiter nach Hamburg zu einem Seminar meines Fernstudiums, bäh. Ich schaue kurz in Chinatown vorbei und fahre dann noch mal zur Lombard Street, um mit dem Cable Car zu fahren. Danach gings noch mal kurz zur Golden Gate Bridge und dann zum Flughafen. Der Tahoe sieht nach 3.800 km aus wie Schwein und hat so einiges Flatterzeugs auf dem Gewissen. Der Flug nach Atlanta war recht unspektakulär, bis auf das ich wegen eines quengelnden Kindes neben mir kaum schlafen konnte. In Atlanta hatte ich dann noch einige Stunden Zeit bis zum nächsten Flug und besuchte noch das Georgia Aquarium. Und dann hieß es: bye bye USA! Aber: I’ll be back :-)

 Mehr Bilder von San Francisco gibt es hier!
San Francisco Cable Car

San Francisco Cable Car

San Francisco's steile Straßen

San Francisco’s steile Straßen

San Francisco

San Francisco

Im Cable Car

Im Cable Car

3.800 km in 10 Tagen

3.800 km in 10 Tagen

Der Fliegentöter ;-)

Der Fliegentöter ;-)

1 Kommentar

  • März 4, 2016 5:50 pmvor 4 Monaten
    Bernhard Lermann

    Hallo
    Auf welcher Webseite oder mit welcher Anwendung haben sie die „Fahrtroute inkl. Übernachtungen“ erstellt?
    Vielen Dank
    bernhard.lermann@yahoo.fr

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