FlickrRSS
Du bist hier: RoundFour · Explore. Dream. Discover.»Artikel,Autos,Reisebericht»Toyota Landcruiser 4WD: Das Auto für Australien

Toyota Landcruiser 4WD: Das Auto für Australien

Es gibt wohl kaum ein besseres Auto für den Busch und das Outback von Australien. Toyota Landcruiser 4WD erfreuen sich gerade bei Australiern höchster Beliebtheit; und das nicht ohne Grund! Alles zu unserem Troopy – einem Toyota Landcruiser Troopcarrier – von der Entscheidung, über Kauf, sämtliche Services und sonstige Erfahrungen bis hin zum Verkauf findet ihr hier in diesem Artikel.

2WD vs. 4WD

Die Wahl eines Campingmobils für eine Reise durch Australien will wohl überlegt sein. Während man sich bei einem Aufenthalt von bis zu drei Monaten noch zu einigermaßen humanen Preisen einen Wagen mieten kann, macht dies bei einer längeren Reise aus Kostengründen keinen Sinn mehr. Wer zudem noch Offroad fahren möchte kommt um einen 4WD mit Vierradantrieb, nicht zu verwechseln mit Allradantrieb, nicht herum. Diese zu mieten kostet oft ein Vermögen.

Für uns stand von Anfang an fest, dass es ein Wagen mit Vierradantrieb sein muss, ein richtiger Offroader eben. Wir wollten uns nicht dadurch einschränken lassen, dass wir aufgrund unseres Autos irgendwo umdrehen müssen und nicht an unser Ziel gelangen können. Wir wollten die Freiheit haben überall hinfahren zu können und nur durch unsere Offroad-Kenntnisse limitiert zu sein, aber nicht wegen des Autos.

Fraser Island – Ein 4WD Abenteuer

Unser nächstes Ziel nach Biloela ist Fraser Island, das 4WD-Paradies. Schon viel haben wir darüber gelesen und im.. Weiterlesen

Natürlich braucht man nicht ständig 4WD und wahrscheinlich haben wir die Fähigkeiten unseres Autos bis auf die Trips auf Sand durch Fraser Island und den François-Peron-Nationalpark kaum genutzt. Wir würden allerdings soweit gehen zu behaupten, dass es sich alleine dafür schon gelohnt hat. Des Weiteren ist ein 4WD auch auf Schotterstraßen, gerade wenn es regnet, einfach komfortabler und sicherer. Die Entscheidung für einen 4WD war in unserem Fall die absolut Richtige, wenn andere umdre-

„You can go anywhere with this car, it’ll bring you wherever you want to go!“

hen mussten fuhren wir weiter und oft wurde es dann erst richtig schön und vor allem einsam! Diese Freiheit bezahlt man natürlich im Gegensatz zu einem 2WD durch einen höheren Kaufpreis und teurere Servicekosten. Pauschal kann man davon ausgehen, dass bei einem 4WD alles teurer ist als bei einem 2WD. Mehr zu Kaufpreis und Servicekosten folgt auf Seite 2 des Artikels.

AWD vs. 4WD

Die Unterscheidung von AWD (All-Wheel-Drive) und 4WD (4-Wheel-Drive) ist jemandem ohne Offroad-Erfahrung meist gar nicht bekannt. Ist das nicht beides das Gleiche? Allrad eben, oder? Nein, keineswegs, denn viele Offroad-Tracks sind in Australien explizit nur für 4WDs erlaubt, aber nicht für AWDs. Der Unterschied besteht darin, wie die Antriebskraft des Motors auf die einzelnen Räder verteilt wird.

Bei einem 4WD unterscheidet man grundsätzlich Vollzeit-4WD und Teilzeit-4WD. Bei einem Vollzeit-4WD werden, wie der Name schon sagt, immer alle vier Räder angetrieben. Im normalen Fahrmodus (Asphalt) sind Vorder- und Hinterachse durch ein Mitteldifferential getrennt, welches beiden Achsen erlaubt, sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu drehen, z.B. in Kurven. In den meisten Fahrzeugen besteht dann die Möglichkeit eine sogenannte Differentialsperre einzuschalten. Mit jener wird jedweder Unterschied in der Rotation der beiden Achsen unterbunden und man erhält beim Offroadfahren mehr Traktion.

Teilzeit-4WD bezeichnet das ursprüngliche einfache 4WD-System, welches auch unser Toyota Landcruiser hatte. Bei diesem werden gewöhnlich nur die beiden hinteren Räder angetrieben und man muss manuell in 4WD wechseln, wobei alle vier Räder gleichmäßig angetrieben werden. Die meisten dieser Fahrzeuge haben kein Mitteldifferential, womit deren 4WD-Modus auf die Offroadnutzung limitiert ist! Wer trotzdem mit 4WD bei gutem

Grip auf Asphalt fährt setzt den gesamten Antrieb unter hohe Belastung und riskiert teure Reparaturen (das wussten wir zuvor auch nicht!).

Auch mit 4WD ist mal Schluss
Dann hilft nur Schaufeln

Sowohl Vollzeit-4WD als auch Teilzeit-4WD haben zusätzlich die Möglichkeit die low range, eine niedrigere Getriebeübersetzung, einzuschalten, um z.B. extrem steile Anstiege zu bewältigen.

Bei AWD-Systemen befinden sich ebenfalls alle vier Räder im Dauerantrieb, es gibt jedoch kein Mitteldifferential und auch keine niedrigere Übersetzung. Das gesamte System ist weniger effektiv und in Situationen, bei welchen ein hoher Drehmoment auftritt, anfälliger für Defekte. AWDs sind in Australien quasi normale Autos oder kleine SUVs, bei welchen eben alle vier Räder angetrieben werden, mit denen man aber nicht ernsthaft Offroad fährt. Mit den normalen in Deutschland erhältlichen Allrad-Autos würde der Australier nicht mal zum Sonntagsausflug an den Strand fahren. 4WD ist dort eine regelrechte Lebenseinstellung.

Warum ein Toyota Landcruiser?

Im Vorfeld unserer Reise machte ich mir natürlich schon einige Gedanken über die Wahl eines 4WD für unsere Australien-Rundreise. Die in Australien am weitverbreitetsten Modelle sind Toyota Landcruiser, Nissan Patrol und Mitsubishi Pajero. Von Holden (australisches Opel) wurde uns grundsätzlich überall abgeraten, da zu unzuverlässig und teuer zu reparieren.

  Weiter zur nächsten Seite

Inhaltsverzeichnis

» Seite  1  : 2WD vs. 4WD | AWD vs. 4WD | Warum ein Toyota Landcruiser?
» Seite  2  : Diesel oder Benziner? | Die Autosuche
» Seite  3  : Der Autokauf | Versicherung | Was gilt es zu beachten? | Der Innenausbau
» Seite  4  : Services, Wartung & Reparaturen | Der Autoverkauf | Fazit

2 Kommentare

  • Mai 14, 2014 3:35 pmvor 3 Jahren
    kikana

    Boh, bomben Bild! MUss schön gewesen sein!

  • März 24, 2014 4:03 pmvor 3 Jahren
    Daniel

    Hi,

    tolle Zusammenfassung und Tipps. Für mich gehts im Juni 2014 los. Hoffe ich habe auch soviel Glück mit einem Toyota 60 oder 80er bzw. Nissan Patrol als Diesel.

    Toller Blog, mit abwechslungsreichen und lesenswerten Einträgen.

    Viele Grüße

    Daniel

Hinterlasse einen Kommentar

Your Name: (required)

E-Mail: (required)

Website: (not required)

Message: (required)

Kommentar senden

Rechenaufgabe zur Vermeidung von Spam * Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.

EmailEmail
17219936