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Sydney, Australien

Durch die Blue Mountains nach Sydney

In den Blue Mountains verbringen wir insgesamt drei Tage und übernachten einmal am Perry’s Lookout und einmal auf dem Ingra Campground. Am Perry’s Lookout kommen spät abends einige Franzosen an und meinen, sie müssen sich bis nachts um drei laut unterhalten und singen. Michelle wird zornig und schreit hinüber. Es ist uns unbegreiflich, wie man so rücksichtslos sein kann. Auf dem Ingra Campground, zu welchem eine 10 km lange 4WD-Strecke führt, sind wir komplett alleine. So mitten im Wald ist das Nachts schon etwas unheimlich. Zudem quietscht irgendwo etwas im Wind und während man so im Bett liegt kommen einem alle möglichen Horrorfilme zurück ins Gedächtnis.

Wir fahren zu verschiedenen Lookouts, welche alle ziemlich ähnlich sind und zu den Three Sisters. Irgendwie dachten wir, dass das vielleicht so ähnlich wie am Grand Canyon in den USA ist, ist es aber nicht. Die Three Sisters liegen quasi mitten in der Stadt Katoomba. Alles ist zubetoniert und es gibt eine riesige Aussichtsplattform für die Touristenhorden. Parken kostet $4 pro Stunde, wenn man überhaupt einen freien findet. Es wimmelt nur so von Japanern, Indern und Chinesen. Ganze Reisebusse entleeren Unmengen an Asiaten. Wie wohl überall auf der Welt wimmelt es an solchen überlaufenen Touristenorten von ihnen.

Wir hatten uns die Blue Mountains schon etwas beeindruckender vorgestellt, da irgendwie jeder davon schwärmt. Unzählige Male hörten wir: “Da muss man unbedingt hin”. Nun ja, jetzt sind wir hier und sind nicht so unbedingt aus dem Häuschen. Da die Three Sisters wohl die einzige interessante Felsformation sind, werden diese hier total vermarktet. Da sind die Dolomiten (z.B. die drei Zinnen!) oder der Grand Canyon in den USA wesentlich beeindruckender. Die Täler der Blue Mountains sind vollgestopft mit Wald, da sieht man doch beim Wandern gar nichts?

In Katoomba schauen wir uns noch einige Wasserfälle an und Troopy bekommt seinen ersten Ölwechsel und einen neuen Ölfilter. In einem Fruit Market kaufen wir einen riesigen Salat für einen Dollar, normalerweise kostet Salat im Supermarkt ab drei Dollar. Am dritten Tag machen wir uns auf nach Sydney…

  • Blick über die Blue Mountains

    Blick über die Blue Mountains
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  • Three Sisters, Blue Mountains

    Three Sisters, Blue Mountains
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  • Wasserfall in Katoomba

    Wasserfall in Katoomba
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  • Auf dem Ingra Campground

    Auf dem Ingra Campground
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  • Wir in den Blue Mountains

    Wir in den Blue Mountains
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  • Die Leura Cascades

    Die Leura Cascades
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  • Salat für $1

    Salat für $1
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Neue Stadt, neue Herausforderungen. Nachdem es in Brisbane gerade noch so ohne Navi ging, muss nun aber eins her. Theoretisch bräuchte man keins, da wir aber an drei Abenden an verschiedenen Punkten die Skyline fotografieren möchten, ist es mit Navi um einiges komfortabler. Zunächst suchen wir in der Innenstadt nach einem Elektronikgeschäft und geben, als wir die Parkhauspreise sehen, entnervt auf. $30 für 30 Minuten. Alles klar. Also fahren wir über die Harbour Bridge nach North Sydney, da kostet das Parken immerhin nur $4 pro Stunde.

Mit Navi fahren wir in Kirribilli ans Wasser und genießen den Blick auf die Skyline. Abends fahren wir zum Cremorne Point, von dem man einen tollen Blick auf die nächtliche Skyline hat. Wir fragen uns, was man dort für eine Wohnung pro Woche bezahlen muss, denn der Ausblick ist wirklich gigantisch. Unten am Dock kommt alle 20-30 Minuten eine Fähre an und entlädt die Berufstätigen, welche in der City arbeiten. Wir stellen es uns schön vor nach der Arbeit mit der Fähre nach Hause zu fahren. Trotz Navi biegen wir auf der Fahrt zu unserem Campingplatz (Lane Cove River Tourist Park) falsch ab und sind natürlich gleich in einer Spur, von der es kein Entrinnen gibt. Und diese führt – wie soll es anders sein – in die entgegengesetzte Richtung auf die Harbour Bridge nach Süden in die City!

Die Straßenführung ist so verwirrend, dass man schier durchdrehen könnte. Zwei Spuren führen in den Tunnel, zwei irgendwo anders hin, eine in die Busspur zur Brücke, zwei normal auf die Brücke. Es ist unmöglich, dass in wenigen Sekunden zu durchschauen. Glücklicherweise hatten wir uns zuvor für den emu-Pass angemeldet, bei dem für die Maut das Nummernschild des Autos fotografiert wird und man den Betrag dann von der Kreditkarte abgebucht bekommt. Das Mautsystem ist ebenfalls total verwirrend. Es ist natürlich nicht in ganz Australien gleich geregelt – nein – jeder Staat backt seine eigenen Brötchen. In New South Wales z.B. hat jede Brücke, jeder Tunnel, jede Autobahn – da sie Privatfirmen gehören – ihre eigene Webseite. Will man nun online nachsehen wieviel z.B. die Maut der Harbour Bridge beträgt, muss man erstmal die entsprechende Webseite finden. Ach ne, bei dieser einen Brücke dann doch wieder nicht, denn die gehört dem Staat. Ganz toll habt ihr das gemacht, Australien, New South Wales, oder wer auch immer. Komplizierter geht es nicht mehr?

Und wenn wir schon dabei sind, die Parkplatzorganisation ist ja wohl auch das Allerletzte. Deutschland hat einen Schilderwald? Dass wir nicht lachen! Hier in den Großstädten einen Parkplatz zu finden, auf dem man auch parken darf, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Teilweise hängen an einem Pfosten 6 Schilder! Beispiel: Nach links 1 Stunde Parken erlaubt Mon – Fri 18 – 22 Uhr Sat 16 – 22 Uhr, Nach rechts 2 Stunden Parken erlaubt Mon – Fri 18 – 22 Uhr Sat 16 – 22 Uhr, nach links Mail Zone 8 – 12 Uhr, Loading Zone Mon – Fri 8 – 18 Uhr Sat 8 – 16 Uhr, Bus Zone von da bis da, nach rechts wieder Mail, Loading, Bus, WASAUCHIMMER ZONE, ihr spinnt doch! Wer soll das beim Vorbeifahren in 2 Sekunden alles lesen?? NERV!

Am nächsten Tag in Sydney lassen wir Troopy stehen und kaufen uns ein Tagesticket für alle Züge, Fähren und Busse. Wir fahren mit dem Zug in die Stadt, mit der Fähre zum Darling Harbour, laufen durch die halbe Stadt, fahren mit der Fähre raus nach Manly und Abends zum Sonnenuntergang zum Milsons Point. Die bebaute Südküste, an welcher man auf der Fahrt nach Manly vorbeifährt, sieht aus wie am Gardasee oder am Comer See. Nach 12 Stunden in der City sind wir Abends total platt. Das Auto stehen zu lassen, war eine gute Idee. Sydney mit dem Auto ist auf keinen Fall zu empfehlen, mit den Fähren rumzuschippern macht um einiges mehr Spaß.

Der natürliche Hafen ist einfach gigantisch, ohne ihn wäre es hier wohl nur halb so schön. Etwas enttäuscht sind wir von der Oper, diese sieht aus der Nähe nicht so spektakulär aus wie aus der Ferne. Die Kacheln sind eigentlich nicht weiß, sondern eher sandfarben und ziemlich dreckig. Leider spielt am nächsten Tag das Wetter – wie auch schon in Auckland und Brisbane – wieder nicht mit. Wir haben wohl einfach kein Glück mit Großstädten :-(

  • Der Hafen mit Harbour Bridge und Oper

    Der Hafen mit Harbour Bridge und Oper
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  • Unter der Harbour Bridge, Sydney

    Unter der Harbour Bridge, Sydney
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  • Patrik beim Sonnenuntergang

    Patrik beim Sonnenuntergang
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  • Sonnenuntergang im Hafen

    Sonnenuntergang im Hafen
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  • Das Opernhaus aus der Nähe

    Das Opernhaus aus der Nähe
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  • Auf der Fähre zum Darling Harbour

    Auf der Fähre zum Darling Harbour
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  • Alt und Neu

    Alt und Neu
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  • Es gibt auch ein paar dunkle Ecken

    Es gibt auch ein paar dunkle Ecken
    Sydney, Australien

  • Das Opernhaus im Abendlicht

    Das Opernhaus im Abendlicht
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  • Sonnenuntergang im Hafen

    Sonnenuntergang im Hafen
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  • Es sieht aus wie am Comer See in Italien

    Es sieht aus wie am Comer See in Italien
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  • Harbour Bridge, Sydney

    Harbour Bridge, Sydney
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  • Sydney Opera House

    Sydney Opera House
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  • Sydney Opera House

    Sydney Opera House
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  • Harbour Bridge Skyline, Sydney

    Harbour Bridge Skyline, Sydney
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  • Sydney Skyline

    Sydney Skyline
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  • Sydney Skyline

    Sydney Skyline
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Dieser Beitrag gehört zu unserem Australien Blog, welchen wir während unserer Australienreise von September 2012 bis August 2013 geschrieben haben. Hier geht es zur Übersichtskarte, welche unsere Route sowie Links zu allen unseren Berichten und Fotos enthält!

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