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Jumping Crocodile · Adelaide River, Northern Territory

Jumping Crocodile am Adelaide River: Der Hammer!

Verlässt man den Kakadu NP nach Westen passiert man den Adelaide River, an welchem seit 27 Jahren sogenannte Jumping Crocodile Cruises angeboten werden – das müssen wir sehen! Man tuckert also mit einem Boot auf dem Fluss umher, die Organisatoren heben etwas Fleisch über die Salties (Salzwasserkrokodile), welche dann mit einem Sprung versuchen sich jenes zu schnappen. Hört sich spaßig an? Ist es auch. Zumal die Krokodile hier nicht in Gefangenschaft gehalten werden, sondern frei im Fluss leben. Die Menge an Fleisch, welche sie “gefüttert” bekommen ist zudem streng reguliert, so dass die Krokodile trotzdem noch ihren normalen Jagdgewohnheiten nachgehen müssen.

Jumping Crocodile Cruise mit der Adelaide River Queen

Da wir nur unweit des Adelaide Rivers auf einer Rest Area übernachten fahren wir gleich zum ersten Cruise um 9 Uhr morgens zum Fluss. In der Trockenzeit bis Ende Oktober finden ansonsten noch Fahrten um 11, 13 und 15 Uhr statt. Da der Anbieter momentan sein 25-jähriges Bestehen feiert kostet die Fahrt nur $25 – wir sind aus dem Häuschen, so günstig? Und das in Australien? Ist denn das die Möglichkeit? Warum die Tour allerdings schon seit 27 Jahren angeboten wird und dieses Jahr der 25. Geburtstag ist, verstehen wir nicht so ganz. Ist uns aber auch völlig schnuppe, also buchen wir und erwarten freudigst die Abfahrt. Die Mittags- und Nachmittagstouren werden gerne mal sehr schnell voll und man sollte deshalb vorbuchen!

Pünktlich um 9 wird die mit Foto- und Videokameras bewaffnete Meute auf das Boot gelassen. Wir fahren heute mit der Adelaide River Queen, einem zweistöckigen Boot, auf dem man im unteren Deck hinter einer Scheibe sitzt und oben an einem Geländer steht. In der Regenzeit werden zudem noch Touren mit einem kleineren Boot angeboten, wo die Krokodile dann direkt neben einem aus dem Wasser springen.

Nach etwas Umhertuckern auf dem Fluss kommen schon die ersten Krokodile auf das Boot zu geschwommen. Man sieht lediglich ihren Rücken, ihre Augen und Teile ihrer gewaltigen Schnauzen aus dem Wasser ragen – ein beängstigender Anblick! Wenn mehrere Krokodile so im Wasser liegen, erzählt die Sprecherin auf dem Boot, nennen sie sie die speed bumps des Adelaide River, weil es so aussieht wie diese kleinen Geschwindigkeitspoller auf der Straße. Jedes Krokodil welches hier gefüttert wird hat innerhalb der letzten 25 Jahre seinen eigenen Namen erhalten. Unterscheiden kann man sie unter anderem an fehlenden Zähnen oder auffälligen Stellen am Körper oder dem Maul, wenn z.B. durch einen Kampf ein Stück fehlt. Dabei gibt es natürlich auch den ein oder anderen Namen, welcher nicht so ganz zu so einem Monster passen mag. Bob, zum Beispiel ;-)

Jumping Crocodile: Speed Bump
Jumping Crocodile: Auf der Lauer
So fröhlich sehen die im Wasser nicht aus

 

Jumping Crocodile: Jetzt geht’s los

Nachdem die Sprecherin noch einiges Mehr über das Leben und Verhalten der Krokodile im Adelaide River erzählt geht es los mit der Jumping-Action. Öfter als zwei Mal lassen sie ein Krokodil nicht aus dem Wasser springen, da sie hierfür sehr viel Energie aufbringen müssen. Ein Krokodil schnellt z.B. um ein am Fluss trinkendes Wallaby zu fangen nur aus dem Wasser, wenn es sich zu 100% sicher ist, dass es Erfolg haben wird. Das kann dann schon mal bis zu einer Woche dauern! Das erste Krokodil ist noch etwas zaghaft und mag nicht so recht aus dem Wasser springen. Nur mit halber Kraft schnappt es nach dem Fleisch, bei welchem es sich um Schweineschädel handelt, nur um dann wieder gemächlich ins Wasser zu pflatschen. Wahrscheinlich kennt es das Spiel mit dem drei Mal springen schon und denkt sich: Wieso jetzt alle Energie aufwenden, wenn ich es sowieso erst beim dritten Mal bekomme?

Beim dritten Mal geht es dann allerdings rund! Einige kräftige Schläge mit seinem monströsen Schwanz katapultieren dieses riesige Urzeit-Vieh fast mit seinem kompletten Körper aus dem Wasser! Der riesige Schlund öffnet sich, entblößt die hässlichen todbringenden Zähne und Knacks! ist der Schweineschädel schon zermalmt. Man kann sich gut vorstellen, wie leicht es für ein Salzwasserkrokodil sein muss, einen Menschen auseinander zu nehmen.

Jumping Crocodile: Schni

Jumping Crocodile: Schnappi

Jumping Crocodile: Schna

Im Adelaide River sollte man besser nicht Baden gehen

Nach dem ersten Jumping Crocodile geht es ein Stückchen weiter den Fluss hinauf, wo wir ein paar aktivere Kollegen beim Springen bestaunen dürfen. Die Fütterung wechselt dabei immer von der linken auf die rechte Seite des Bootes und retour, so dass sofort nach der Ankündigung des Seitenwechsels sämtliche Personen in einem Anflug von Panik (man könnte ja etwas verpassen) auf die andere Seite des Bootes hetzen. Zwischen dem Verhalten der Menschen und dem der Krokodile lässt sich somit bei genauer Beobachtung eine Gemeinsamkeit erkennen. Krokodil: Bloß kein Fleisch verpassen! Mensch: Bloß kein Foto verpassen! Wir sind halt immer noch Jäger :-)

Jumping Crocodile: Erstmal anpeilen
Jumping Crocodile: Was für ein Vieh
Jumping Crocodile: Mit Anlauf
Jumping Crocodile: Soll ich oder soll ich nicht?
Jumping Crocodile: Einmal geht noch
Jumping Crocodile: Krokodil-Diva

 

Hat sich die Tour gelohnt?

Nach der Krokodil-Fütterung folgt noch eine kleine Raubvogel-Fütterung, bei welcher unzählige Adler und Falken über dem Boot kreisen und die hochgeworfenen Häppchen direkt aus der Luft schnappen. Sie mit dem Teleobjektiv zu fotografieren ist äußerst schwierig, denn sie flitzen in rasendem Tempo manchmal nur 1-2 Meter vor uns vorbei. Anschließend geht es zurück zum Steg und die Tour ist auch schon vorüber. Hat sich der Jumping Crocodile Cruise auf dem Adelaide River gelohnt? Definitiv ja! Wir versuchen zwar meist ohne irgendwelche Touren an wilde Tiere heranzukommen (Kangaroo Island, Koalas an der Great Ocean Road, Krokodile Gibb River Road), bei den Salties verzichten wir aber liebend gerne darauf ;-)

Schon oft haben wir über diverse Orte gelesen, dass es ein Muss ist sie zu besuchen, dies aber dann vor Ort nicht so empfunden. Hier stimmen wir zu: Eine Tour zu den Jumping Crocodiles ist eindeutig ein Muss, es war ziemlich beeindruckend und hat sehr viel Spaß gemacht.

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Wer mehr über Krokodile in Australien erfahren möchte, dem empfehlen wir den Beitrag “Krokodile – die Könige im Norden“.

 

Da kommt ja schon das Erste!

Mit dem möchte man nicht schwimmen!

Was für Kolosse!

Er möchte auch was vom Fleisch abhaben

Er möchte auch was vom Fleisch abhaben

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Dieser Beitrag gehört zu unserem Australien Blog, welchen wir während unserer Australienreise von September 2012 bis August 2013 geschrieben haben. Hier geht es zur Übersichtskarte, welche unsere Route sowie Links zu allen unseren Berichten und Fotos enthält!

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