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Quondong Point, 50 km nördlich von Broome

Quandong Point: Relaxen bei Broome

Nach dem Drama der letzten Tage sind unsere Nerven blank und es steht fest, dass jetzt erstmal so richtig entspannt wird. Da wir wahrscheinlich auf unserer restlichen Strecke bis Cairns an keinen Strand mehr kommen werden steht auch schon fest wo entspannt wird. Camps 6 hat den Quandong Point auf Lager, ca. 50 Kilometer auf einer gravel road (ohje) nach Norden. Jürgen schließt sich uns an, will aber morgen früh dann schon in die Kimberley aufbrechen. Die Piste ist recht gut und wir können mit 70 über die Bodenwellen fliegen. Als wir ankommen ist uns eines sofort klar: Endlich, endlich klappt wieder etwas.

Quandong Point: Eine Landschaft wie gemalt

Der Quandong Point ist nämlich absolut traumhaft. Weite leere Sandstrände ohne jeglichen Müll, rote Felsen und ganz viel Grün. Nach kurzer Suche finden wir noch ein freies Plätzchen. Pete, ein Australier, kommt sofort auf uns zugelaufen und begrüßt uns. Seit 3,5 Wochen sei er schon hier, der Strand hier sei zum Baden am besten, meint er. Pete fährt einen 12 Tonnen schweren Unimog mit Hänger, in dem er sein Quad und sein Boot transportiert. Am Abend macht er ein Feuer und alle Camper kommen dazu (Außer ihm, Jürgen und uns sind noch drei andere Caravans da). Mit über 10 Personen sitzen wir am Feuer und reden über alles mögliche. Hach, ist das schön hier. Balsam für die Nerven. Pete lädt uns auf einen selbstgemachten Vodka ein, welchen er hier vor Ort selbst herstellt. Der sei nicht so stark meint er, und schenkt uns jeweils ein großes Glas halb-halb mit Cola ein. Heiliger Vodka-Gott! Nicht so stark ist gut! Das eine Glas reicht uns dann auch…

Die nächsten zweieinhalb Tage verbringen wir genau so, wie wir es uns vorgestellt haben. Schlafen, am Strand liegen, Baden, Lesen. Einfach traumhaft. Nachmittags setzen wir uns zu Pete und unterhalten uns bis zum Sonnenuntergang mit ihm. Seine Frau und er sind vor einigen Wochen auf eine Rundreise durch Australien aufgebrochen. Wenn sie von Australien die Schnauze voll haben lassen sie ihren Unimog nach Amerika verschiffen und reisen dann durch die USA, Kanada und Alaska. Und dann, falls möglich, geht es von Alaska nach Russland und durch Europa.

Ein Schlachtschiff auf Reisen

Pete’s Unimog innen: Wie ein Wohnzimmer

Er selbst hat den Unimog zum Wohnmobil umgebaut und alles so geplant, dass sie komplett autark sind. Auf dem Dach sorgt eine 1 Kilowatt starke Solaranlage für Strom. Dieser wird in 4 x 250 Ampere Batterien gespeichert. Meerwasser entsalzt er mithilfe einer Osmose-weißdergeier-Anlage und stellt so Frischwasser her. Im Unimog sieht es aus wie in einem Wohnzimmer. Große Sitzecke, richtige Küche mit einem riesigen Kühlschrank und Holzboden. Das Bett hängt an der Decke und fährt zum Schlafen elektronisch nach unten – die Fenster sind ebenfalls elektronisch. Einen Flachbildschirm, eine Satellitenschüssel und eine große 3G-Antenne fürs Internet dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die Toilette ist eine Vakuum-Flugzeugtoilette. Im Hänger hat er noch einen großen Gefrierschrank für Fisch und Fleisch. Alles zusammen zieht mal eben rund 250 Ampere pro Tag. Krabbennetze und Angeln sind natürlich auch dabei, denn ihren Fisch fangen sie mit dem Boot selbst. Achja, und Vodka macht er nebenbei natürlich auch selbst, das ist billiger ;-)

Zurück nach Broome

Staircase to the Moon, Broome

Nach den Tagen am Strand sind wir sozusagen tiefenentspannt. In Broome schauen wir uns noch den Cable Beach an, welcher uns nach dem Quandong Point allerdings nicht wirklich vom Hocker haut. Überall liegen Zigarettenkippen und Müll herum. Abends schauen wir uns am Town Beach die Staircase to the Moon an, ein Ereignis, welches im Winter jeweils dreimal pro Monat stattfindet. Dabei ist der Tidenhub (Unterschied zwischen Ebbe und Flut) so groß, dass sich das Meer extrem weit zurückzieht und sich der aufgehende Mond im zurückgebliebenen Wasser mannigfach spiegelt. Ein wirklich wunderschönes Schauspiel.

Gleichzeitig findet an diesen Tagen auch ein Nachtmarkt statt, auf welchem wir etwas herumschlendern und etwas essen. Der Markt gefällt uns sehr, denn es ist kein 0815-Markt, auf dem es wie auf vielen deutschen Märkten nur Schrott gibt. Für Musik sorgt ein Gitarre spielender Hippie und zum Essen setzt man sich eben auf den Boden, denn Bänke gibt es nicht. Die Stimmung ist sehr relaxt. Nach dem Markt fahren wir aus Broome raus und schlafen kostenlos mit ca. 30 anderen Campern in der Information Bay ca. 15 km vor Broome.

 

Der Unimog von Pete

Beim gemeinsamen Frühstück

Eine tolle Aussicht

Ein Falke?

Unzählige dieser Krebse krabbeln hier durch die Gegend

Ein Miniaturfjord :-)

Minischneckchen bei Ebbe

Quondong Point bei Ebbe

Hier lässt es sich relaxen

Cable Beach in Broome

Rasieren wird überbewertet

Warten auf den Mond

Staircase to the Moon

Muscheln am Strand

Muscheln am Strand

Pete’s Unimog innen

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Dieser Beitrag gehört zu unserem Australien Blog, welchen wir während unserer Australienreise von September 2012 bis August 2013 geschrieben haben. Hier geht es zur Übersichtskarte, welche unsere Route sowie Links zu allen unseren Berichten und Fotos enthält!

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