FlickrRSS
Du bist hier: RoundFour · Explore. Dream. Discover.»Australien Blog,Reisebericht»Stuart und Barkly Highway: Durchs Ödland zurück nach Cairns
Dieses Bild reicht aus um die Strecke von Katherine nach Cairns zu beschreiben

Stuart und Barkly Highway: Durchs Ödland zurück nach Cairns

Tja, was soll man groß über die Strecke über Stuart und Barkly Highway von Batchelor am Litchfield Nationalpark bis nach Cairns schreiben? Ödland, Einöde, Abgeschiedenheit, Einsamkeit, Wildnis, Wüste – das sind so die Wörter, welche die verschiedenen Synonym-Webseiten im Internet ausspucken. Und sie treffen alle zu. Denn auf den knapp 2.500 Kilometern, welche zu bewältigen sind, gibt es quasi nichts. Außer ein paar Roadhouses. Nach Katherine laden noch die heißen Quellen von Mataranka zu einem Bad ein, danach aber kommt überhaupt nichts mehr, was einen Stopp rechtfertigen würde.

Mitten durch die Pampa

Der Sternenhimmel im Outback ist phänomenal

Und das auf einer Strecke, welcher der von München nach Lissabon oder der von Stuttgart nach Moskau entspricht, man stelle sich das mal vor. Die Größe von Australien ist nicht zu begreifen, wenn man nicht selbst einmal tagelang durchs Outback gefahren ist. Über vier Tage brauchen wir und fahren dabei jeden Tag nur mit 1-2 kurzen Pausen durch. Abends ist man durch das ständige Gebrumme (ein alter Toyota Diesel ist nicht gerade leise) total neben der Spur und fühlt sich, als würde man neben sich stehen. Keinesfalls würden wir diese Strecke jemandem empfehlen, der nur zum Urlaub hier ist, denn man verplempert seine Zeit und ist mit einem Flug wohl besser beraten. Dennoch ist es natürlich eine Erfahrung, welche wir trotz allem nicht missen möchten und von der wir wohl noch lange erzählen werden.

Tennant Creek, die einzige Stadt auf den 1.200 Kilometern von Katherine nach Alice Springs, lassen wir links bzw. rechts liegen und biegen dann auf den Barkly Highway nach Osten ab. Erst nach 1.300 Kilometern stoßen wir in Queensland mit Mount Isa wieder auf die erste größere Stadt. Danach geht es weiter durch die trostlose Landschaft bis wir kurz vor Ravenshoe, 120 Kilometer vor Cairns, endlich auf die Atherton Tablelands stoßen. Nach all der Wüste kommt uns das saftig grüne Hochland hinter Cairns vor wie ein Paradies. Es sieht aus wie in Irland oder Österreich, die Landschaft ist hügelig und überall grasen Kühe auf den Weiden, fantastisch! Als wir im September 2012 zum ersten mal in den Tablelands waren empfanden wir das nicht so, denn wir waren die grüne Landschaft von zuhause gewöhnt. Jetzt aber ist es eine Wohltat für die Seele.

Die Reisemüdigkeit hat uns eingeholt

Hier haben die Road Trains das Sagen

In rund vier Wochen, am 13. August, werden wir mit Tiger Airways von Cairns nach Sydney fliegen, wo wir drei Tage bleiben und dann Australien Richtung Hong Kong verlassen werden. Es ist einfach unglaublich, wie schnell die letzten elf Monate vergangen sind. Aktuell haben wir noch keinen Kopf dafür ein Resümee zu ziehen, das geht wohl erst, wenn wir wieder zurück in Deutschland sind. Nach mittlerweile zehn Monaten in Australien weiß man einigermaßen wie der Hase hier läuft, hat gewisse Dinge zu schätzen gelernt und vermisst aber natürlich auch das ein oder andere. Richtig würdigen können wir das alles wohl erst nach unserer Rückkehr, denn hier in Australien werden mittlerweile auch die schönen Dinge zur Gewohnheit.

Schon wieder ein toller Strand? Immer diese Sonne, muss das denn sein? Ach ne, noch ‘ne Gorge? Ja, wir werden wohl so langsam reisemüde. Am Anfang unserer Reise waren wir noch voller Tatendrang und haben ganze Tage von morgens bis abends verplant. Das geht nun nicht mehr. Ausschlafen, Frühstücken, etwas Lesen, dann ist es auch schon Nachmittag und man hat überhaupt keine Energie mehr um noch irgendetwas zu unternehmen. Auch will man gar nicht mehr sämtliche Sehenswürdigkeiten sehen, sondern überlegt sich gründlich, ob sich der Aufwand dort hin zu fahren oder zu laufen auch wirklich lohnt. Man selektiert und lässt auch vieles links liegen, was man in einem normalen Urlaub wohl nicht machen würde. Es schadet allerdings auch nicht, denn man muss ja nicht alles gesehen haben. Um der Reisemüdigkeit Herr zu werden brauchen wir jetzt mal wieder 1-2 Wochen, in denen wir absolut gar nichts machen. Dafür sollten wir bis zu unserem Abflug und dann in den 1,5 Wochen zuhause in Deutschland genug Zeit haben, bevor es für fünf Wochen nach Südostasien geht.

Bald trennen sich die Wege von Troopy und uns

Mit Reindeer-Troodolph zu Weihnachten am Strand

Langsam aber sicher müssen wir auch an den Verkauf unseres treuen Troopys denken, welcher uns überall sicher hin und wieder zurück brachte (Fraser Island, Oodnadatta TrackGreat Central Road, Francois-Peron-Nationalpark, Gibb River Road) und mit welchem wir in den ganzen Monaten kein einziges Problem gehabt haben. Ursprünglich hatten wir dafür nur zwei Wochen veranschlagt, fahren nun aber lieber früher nach Cairns um etwa vier Wochen Zeit zu haben, damit kein unnötiger Stress aufkommt. Wir wollen uns gar nicht ausmalen wie es ist, drei Tage vor Abflug immer noch keinen Käufer zu haben. Deshalb starten wir lieber schon früher und setzen das Auto schon bei unserer Abreise in Katherine ins Internet (gumtree, eine australische Anzeigen-Plattform). Als wir in Innisfail an der Ostküste ankommen ist rund eine Woche vergangen und es hat sich noch keine einzige Person gemeldet, na das kann ja was werden!

Flip Flops für den Winter: Im tropischen Norden ist’s halt immer warm

Die nächsten Tage verbringen wir an den Babinda Boulders, einem Fluss zum Baden (leider zu kalt, denn es regnet mal wieder) und auf der Babinda Rest Area. Danach geht es ab nach Cairns, wo wir in einem Copy Shop Flugblätter mit Telefonnummer zum Abreißen drucken lassen. Diese hängen wir kreuz und quer in der Stadt auf und hoffen, dass sich nun bald jemand meldet. Was wir ansonsten die nächsten vier Wochen in und um Cairns machen sollen wissen wir nicht. Sämtliche Campingplätze am Meer sind ziemlich teuer (~ $40 pro Nacht), aber auf einem kostenlosem Rastplatz möchten wir auch nicht die ganze Zeit herumgammeln. Auf jeden Fall werden wir uns noch den Daintree Nationalpark und das Cape Tribulation im Norden von Cairns anschauen. Mal sehen wie viel Zeit man dort verbringen kann…

 

Überfall der Adler auf den McDonalds-Parkplatz

Baden in den Hot Springs

Sternenhimmel im Outback

So sieht es hier überall aus!

Laaaaaaaangweilig

Schnarch

52 Meter langer Road Train

Wenigstens gibt’s viele Kängurus zu sehen

Wann sind wir endlich da?

Normale PKWs werden einfach von der Straße geschubst

Endlose Straßen

Nur noch 702 Kilometer!

Wenn nicht die Road Trains, dann die Rinder

Regen, Nebel und Wolken in den Tablelands: Yippiie!

Was für ein ekelhaftes Vieh!

Herkulesmotten sind wirklich gewaltig…

Flughunde in Cairns

  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16

#3399CCfadetrue

 

Dieser Beitrag gehört zu unserem Australien Blog, welchen wir während unserer Australienreise von September 2012 bis August 2013 geschrieben haben. Hier geht es zur Übersichtskarte, welche unsere Route sowie Links zu allen unseren Berichten und Fotos enthält!

Verwandte Posts

1 Kommentar

  • August 8, 2013 5:41 pmvor 5 Jahren
    T.Sissi

    Dort scheinen andere Dimensionen zu herrschen, andere Weiten, andere Menschen, anderer Himmel, andere Straßen etc…
    Bald werdet ihr euch wieder mit ” allzu Normalem ” auseinandersetzen müssen – auch langweilig, also genießt die Tage noch!
    Bis bald! :)

Hinterlasse einen Kommentar

Your Name: (required)

E-Mail: (required)

Website: (not required)

Message: (required)

Kommentar senden

Rechenaufgabe zur Vermeidung von Spam * Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.

17088104