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Uluru beim Sonnenuntergang

Uluru - Im Herz Australiens

Am nächsten Morgen haben wir noch 260 km bis zum Uluru vor uns. Auf dieser typischen Touristenroute sind nun schon deutlich mehr Autos unterwegs. Beim Lookout auf den Mount Conner, welchen man schon mal mit dem Uluru verwechseln kann, hält vor uns ein Reisebus und wir wetten, dass gleich 50 Japaner aussteigen. Die Wette geht leider nicht auf. Gegen Mittag kommen wir in Yulara, dem Ayers Rock Resort, an. Dabei handelt es sich um eine Art kleinem Dorf mit Hotels, Supermarkt, Restaurants, Campground, Tankstellen und allem, was der Tourist halt so braucht. Im Visitor Center fragen wir nach, ob man unser Permit bitte nach Alice Springs faxen könne, doch die Chinesin dort versteht nur Bahnhof. Also fahren wir zum Campground, checken ein und lassen das Fax von dort schicken, was sogar umsonst ist. Plötzlich fällt uns ein, dass wir ja für das Aborigine-Gebiet auf der Seite des Northern Territory auch ein Permit brauchen. Das hatten wir wegen dieser blöden Mereenie Loop Road total vergessen.Kurzerhand rufen wir beim Central Land Council in Alice Springs an. Ja, entgegnet die Frau, dafür brauchen wir ein Permit. Super, und wo bekommen wir das her? Dafür würde das Permit für die Mereenie Loop Road reichen, meint sie. Aha, ist ja spitze, das haben wir ja schon. Nach dem Auflegen fällt uns auf, dass das Permit heute abläuft, also rufen wir nochmal an. Dann brauchen wir ein neues, welches wir am Kings Canyon bekämen, leiert sie. Das bringt uns nichts, meinen wir, denn wir sind am Uluru. Gelangweilt nuschelt sie, dass es das dort ja wohl auch irgendwo geben müsse. Na prima. Am Campground weiß keiner Rat, im Visitor Center sowieso nicht.

Neben dem Supermarkt entdecken wir die Tour Information. Auch dort weiß man zunächst nicht was wir wollen, frägt uns dann aber wo wir denn hin möchten. “Yulara to WA border? No problem, you can get it from us!”. Alles easy, nach 3 Minuten halten wir unser Permit in den Händen. Zurück am Campground ist auch schon das Fax mit unserem zweiten genehmigten Permit vom Ngaanyatjarra Council eingetroffen. Hurra, wir haben alles! Nach einem Tankstopp für $2,10 pro Liter brechen wir Richtung Uluru auf.

Man hat diesen gigantischen Fels schon so oft auf Fotos und im Fernsehen gesehen, dass es im Vorfeld fast nichts besonderes mehr ist nun endlich selber bald dort zu sein. Naja, ist halt ein großer Felsbrocken, denken wir uns irgendwie. Auch als wir ihn zum ersten Mal am Horizont erblicken haut er uns nicht vom Hocker, so groß ist er ja gar nicht. Kilometer für Kilometer kommen wir näher und der Uluru wächst und wächst. Nie sieht man ihn komplett, immer verdeckt ihn irgendein Hügel. Die Straße führt durch viele leuchtend rote Sanddünen und plötzlich, ja wie aus dem Nichts, baut sich dieser gigantische Koloss von Fels vor einem auf, und man ist sprachlos. Es erschlägt einen förmlich, denn er ist wahrhaft majestätisch, phänomenal und atemberaubend. Inmitten von hunderten Kilometern Wüste und flacher Landschaft steht da auf einmal dieser 380 Meter hohe Brocken. Tausende Kilometer, unzählige Stunden ist man gefahren, nur um hierher zu kommen und ist man dann endlich da, bekommt man Gänsehaut und weiß: Das war es wert. Was für ein unglaublicher Anblick, man kann sich nicht mehr von ihm losreißen, denn er zieht einen magisch an.

Der Uluru!

Zum einmal drumherum laufen haben wir keine Lust und fahren deshalb mit dem Auto im Schritttempo einmal um den Berg herum. Alle paar Meter sieht er komplett anders aus und bietet immer neue Formen und Farben. Eine Stunde vor Sonnenuntergang fahren wir zum Sunset Parkplatz und genießen das Farbspiel des Uluru im abendlichen Sonnenlicht. Kurz bevor die Sonne am Horizont untergeht beginnt er in einem majestätischen Rot zu leuchten und es verschlägt einem die Sprache. Uluru, du hast uns in deinen Bann gezogen, wir gehören dir.

Die Nacht ist kurz, um 05:30 Uhr geht unser Wecker, denn es geht zum Sonnenaufgang am Uluru. Ein paar Verrückte duschen um diese Uhrzeit sogar schon, brrr. Um 06:03 Uhr fahren wir in den Nationalpark (er öffnet um 6 Uhr), überholen eine zerbeulte Wickedcamper-Schüssel und sind trotzdem nur die zweiten an der Sunrise Area ;-). Macht aber nichts, denn es ist immer noch zappenduster. Der Sonnenaufgang ist nicht ganz so atemberaubend, trotzdem ist es ein toller Anblick, wenn sich aus der nächtlichen Silhouette plötzlich der Fels vor einem aufbaut. Als die ersten Sonnenstrahlen auf den Uluru treffen lösen etliche Fotoapparate nahezu gleichzeitig aus, denn mittlerweile sind ein paar mehr Leute eingetroffen.

Was für ein Anblick!

Nach dem Sonnenaufgang fahren wir nach Kata Tjuta, einer Gruppe von 36 Bergen, welche früher The Olgas hießen. Ernest Giles, welcher die Berge 1872 entdeckte, benannte sie nach der Königin Olga von Württemberg. Der höchste Berg, Mount Olga, ist mit 564 Metern fast 200 Meter höher als der Uluru. Wir laufen einen Teil des “Valley of the Winds”-Wanderwegs, Michelle bis zum ersten Lookout, Patrik bis zum zweiten. Die Wanderung durch die riesigen Domes ist einfach fantastisch. Die rot-orangenen Felsen leuchten in der Sonne, dazwischen ist es herrlich grün und sogar ein kleiner Bach fließt hindurch, einfach toll. Vom Karingana Lookout hat man einen gigantischen Blick auf eine weite grüne Ebene, welche am Ende von weiteren roten Domes begrenzt ist. Wow! Die Wanderung lohnt sich definitiv und ist sicher abwechslungsreicher als einmal um den Uluru herumzulaufen, denn die Szenerie ändert sich alle 100 Meter. Die Schwierigkeit ist zwar mit difficult (schwierig) angegeben, wer aber einigermaßen fit ist, sollte keine großen Probleme damit haben.

  • Blick auf die Kata Tjutas

    Blick auf die Kata Tjutas
    kata_tjuta_01_dune_view

  • Im Valley of the Winds

    Im Valley of the Winds
    kata_tjuta_02_valley_of_the_winds

  • Im Valley of the Winds

    Im Valley of the Winds
    kata_tjuta_03_valley_of_the_winds

  • Fantastischer Ausblick

    Fantastischer Ausblick
    kata_tjuta_04_valley_of_the_winds

  • Im Valley of the Winds

    Im Valley of the Winds
    kata_tjuta_05_valley_of_the_winds

  • Bach im Valley of the Winds

    Bach im Valley of the Winds
    kata_tjuta_06_valley_of_the_winds

  • Eine tolle Landschaft!

    Eine tolle Landschaft!
    kata_tjuta_07_valley_of_the_winds

  • Jaja, die lieben Fliegen

    Jaja, die lieben Fliegen
    uluru_04_beim_aufbau

  • Wir mit Fliegennetzen

    Wir mit Fliegennetzen
    uluru_06_wir_flynets

  • Wir ohne Fliegennetze

    Wir ohne Fliegennetze
    uluru_07_wir_ohne_flynets

  • Brrr, ist das kalt hier

    Brrr, ist das kalt hier
    uluru_09_wir

  • Kata Tjuta in der Dämmerung

    Kata Tjuta in der Dämmerung

  • Kata Tjuta

    Kata Tjuta

  • Sonnenaufgang am Uluru

    Sonnenaufgang am Uluru

  • Sonnenuntergang am Uluru

    Sonnenuntergang am Uluru

  • Mit Troopy am Uluru

    Mit Troopy am Uluru

  • Der Uluru bei Tag

    Der Uluru bei Tag

Dieser Beitrag gehört zu unserem Australien Blog, welchen wir während unserer Australienreise von September 2012 bis August 2013 geschrieben haben. Hier geht es zur Übersichtskarte, welche unsere Route sowie Links zu allen unseren Berichten und Fotos enthält!

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1 Kommentar

  • Juli 20, 2013 3:51 pmvor 6 Jahren
    T.Sissi

    …da möcht ich auch mal hin! Ob ich das in dem Leben noch schaffe?
    I glaub´s net!!
    Phantastisch – gigantisch!
    Die Berichte machen immer wieder “Gänsehaut-Feeling” :)

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